Wiedereröffnung der Villa Hirzel steht bevor

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Stand Sanierung Villa Hirzel
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Nach dem Brand vor mehr als einem Jahr sind Restaurant, Bar und Salon komplett erneuert. Hotelbetrieb ab Sommer.

Sanierung der Villa Hirzel: ein Blick ins Innere

Stand Sanierung Villa Hirzel
Stand Sanierung Villa Hirzel © Tom
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Schwäbisch Gmünd

Den Dreikönigstag 2021 wird  Sride Sriskandarayah, Geschäftsführer der Firma GS Gastronomie, nicht vergessen. An diesem Tag brannte die Villa Hirzel, das Restaurant und Hotel im historischen Gebäude im Remspark. Obwohl die Feuerwehr den Brand schnell löschen konnte, die Gebäudehülle nicht zerstört wurde, kam es zum Millionenschaden. Mehr als ein Jahr später steht das Haus nun vor der Wiedereröffnung.

Sride Sriskandarayah ist heute guter Dinge, die Aussicht auf den baldigen Betrieb der Villa Hirzel, auf geringere Einschränkungen durch die Corona-Verordnung, machen ihm Mut. Auch wenn erst einmal nur Restaurant, Bar und Salon zur Verfügung stehen, ist das für ihn „alles besser als Stillstand“. Den Schaden verursachte ein Weinschrank, der Ermittlungen zufolge das Feuer ausgelöst hat. Schlimmer als die Flammen wütete der Rauch, der bis in die letzten Winkel unters Dach vordrang. „Alles musste komplett raus“, sagt  Sride Sriskandarayah. Das begann bei der Einrichtung. Auch Bodenbeläge und Wandverkleidungen waren betroffen. Im Hotelbereich sieht man jetzt noch die Auswirkungen. Der ist auf Rohbauzustand zurückgefahren. Selbst die Türen waren nicht mehr zu gebrauchen. All die Materialien hätten bei wärmeren Temperaturen den Brandgeruch wieder abgegeben, das könne man den Gästen nicht zumuten, sagt der Betreiber. Aus der ursprünglichen Planung, vielleicht schon wieder im Herbst 2021 starten zu können, wurde nichts. Mehrere Herausforderungen waren zu meistern. Zum einen wurde mehr zurückgebaut als zunächst gedacht. Zum anderen war es „nicht einfach, ein so altes Gebäude rauchdicht zu bekommen“. Das sei nun gelungen, die Sicherheit für die Zukunft mit eingebaut.

Neun neue Suiten im Hotel

Während die Räume im Erdgeschoss „zeitnah“ noch im Frühjahr zur Verfügung stehen werden, dauert der Ausbau der Hotelräume weitere rund drei Monate. Noch sieht man dort oben blanke Wände und den Betonfußboden. Handwerker sind mit dem Ausbau beschäftigt. Wieder sollen sechst Juniorsuiten und drei große Suiten entstehen. Alle werden unterschiedlich ausfallen, im „Boutiquenstil“, wie Sriskandarayah sagt. Ein Stück weit soll die Moderne dort einziehen.
Moderner als zuvor geht es auch im Restaurantbereich zu. Der 20er-Jahre-Stil fällt weg, bei den Materialien ist die Gegenwart präsent. Die Wände zeigen Keramik und Metalloberflächen, im Bereich der neuen Weinkühlschränke wirkt die Wand wie eine Skulptur aus kleinen Messingquadern. In der Mitte finden sich Bar und Theke, im Sitzbereich sind erste Polster eingebaut. Die Tische sind noch im vom Brand unbeschädigten Glasoval gelagert, dem Salon. Wie vor dem Brand ist Platz für rund 70 Gäste, weitere 90 Sitzplätze bietet die Terrasse. Und im Salon können bis zu 120 Besucherinnen und Besucher bewirtet werden.

Gehobene schwäbische Küche

Hinter dem Betrieb steht Küchenchef Janis Hofmann, der nach Worten  Sride Sriskandarayahs „gehobene schwäbische Küche mit ‚Cross-over‘ anbieten wird“. Wichtig sind ihm regionale Bezüge und regionale Produkte. Der Chef der GS-Gastronomie kann sich den Betrieb schon richtig vorstellen. „Wir freuen uns darauf“, sagt er, nachdem die Fertigstellung im Erdgeschoss in greifbarer Nähe liegt.

Vom kleinen Wohnhaus zum Zollamt und später zum Restaurant und Hotel

  • Die Villa Hirzel, früher als Haus Hirzel bekannt, wurde vor 1875 als kleineres Wohnhaus gebaut. 1906 baute es der Architekt Carl Baas für den Fabrikanten Theodor Hirzel um und gliederte einen Fabrikanbau an. Später war dort das Zollamt untergebracht, nach dem Zweiten Weltkrieg die Silberwarenfabrik Forster & Graf. 1972 wurde das Anwesen an die Stadt verkauft. In den Folgejahren bildete sich eine Initiative, die dort ein selbstverwaltetes Jugendzentrum zum Ziel hatte. Daraus wurde nichts. Das Haus, damals ganz dicht an der vierspurigen B29, stand Jahrzehnte leer und wurde im Jahr der Landesgartenschau als Restaurant und Hotel wieder eröffnet. ⋌kust 

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