Wirt: Besuch statt Bewirtung

  • Weitere
    schließen
  • schließen

Anton Imensek vom Gasthaus "Neue Welt" wartet nach einer Polizeikontrolle auf den Bußgeldbescheid.

Schwäbisch Gmünd. Er habe keine Gäste bewirtet, beteuert Anton Imensek vom Gasthaus "Neue Welt" in der Rechbergstraße 1 in Schwäbisch Gmünd. Als die Polizei am Donnerstag, 18. Februar, um 18 Uhr in sein Lokal kam, sah das allerdings ganz anders aus: "Gaststätte in Betrieb" ist der Bericht des Polizeipräsidiums Aalen dazu überschrieben, in dem es heißt: "Bei einer Überprüfung konnten die eintreffenden Polizeibeamten feststellen, dass die Tür zur Gaststätte unverschlossen war und sich in der Gaststätte insgesamt elf Gäste aufhielten, welche an unterschiedlichen Tischen Speisen und Getränke zu sich nahmen." Benutztes Geschirr und Gläser auf weiteren Tischen habe darauf hingedeutet, dass sich im Vorfeld noch weitere Gäste in der Gaststätte aufgehalten hatten. Keiner der Anwesenden habe eine Maske getragen.

Die Tür sei offen gewesen, weil es im Gasthaus "Neue Welt" Essen zum Mitnehmen gebe, erklärt die Servicekraft Dragica Stupar-Dürr, die neben dem Wirt bei der Polizeikontrolle im Lokal war. Die Besucher seien Bekannte von ihm gewesen, die unangemeldet gekommen waren, berichtet Anton Imensek, den viele als Toni kennen. "Eine Überraschung", weil er kurz zuvor Geburtstag gehabt habe. Genau wie ein Stammgast, der unter den Besuchern war. Dieser habe Getränke ausgegeben. Er habe ihm daraufhin ein Essen spendiert, erzählt der Wirt. Die zweite Person, die im Gastraum Pommes gegessen habe, wohne in dem Haus und esse öfter unten – unentgeltlich, das sei keine Bewirtung gewesen, beteuert der Gastronom. Auch zuvor habe er seit dem Lockdown nie Gäste bewirtet.

Teure Überraschung

Doch der Überraschungsbesuch werde ihn nun wohl teuer zu stehen kommen, fürchtet Anton Imensek. Das habe zumindest einer der Beamten bei der Kontrolle gesagt, bei der neben zwei Polizeistreifen der kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Schwäbisch Gmünd vor Ort war. Das Ordnungsamt hat das Bußgeldverfahren eingeleitet, sagt Stadtsprecher Markus Herrmann. Die Höhe des Bußgeldes kann laut Bußgeldkatalog des Landes für den Betreiber bei 250 und bis zu 5000 Euro liegen, im Wiederholungsfall auch höher. Bisher sei der Bußgeldbescheid noch nicht bei ihm angekommen, sagt der Gastronom.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

WEITERE ARTIKEL