Wo die schönsten Krippen stehen

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Krippenweg Herdtlinsweiler
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  • Cornelia Villani
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In Zeiten der Pandemie sind Krippenwege im Freien ein beliebtes Ausflugsziel. Der Gmünder Raum bietet einige dieser Werge ab sofort und bis nach Weihnachten an.

Schwäbisch Gmünd

Die Corona-Pandemie bringt kreative Ideen hervor und sorgt für neue Veranstaltungsformate – vor allem unter freiem Himmel. In der Weihnachtszeit locken beispielsweise zahlreiche Krippenwege im Gmünder Raum an die frische Luft. Wo steht die schönste Krippe? Ein Überblick.

Herdtlinsweiler: Im ganzen Dorf sind Krippen aus aller Herren Länder zu sehen. Große geschnitzte Holzfiguren, kleine schlichte Krippen und Figuren, eingebettet in eine großzügig angelegte orientalische Landschaft: An 13 Stationen können die Besucher über die Vielfalt staunen. Das weihnachtlich geschmückte Krippendorf ist allerdings keine Corona-Erfindung. Bereits seit 2004 werden hier Krippen präsentiert. Die Idee ging damals von Stephan Kirchenbauer-Arnold aus, der mit den Spendengeldern den Bau der Kapelle in Herdtlinsweiler unterstützen wollte, die 2016 gesegnet wurde. Seit 2012 ist Frank Messerschmidt der „Herr der Krippen“. Bis 2. Februar steht die Krippenausstellung von 10 bis 20 Uhr täglich zur Besichtigung offen.

Waldstetten/Wißgoldingen: Ein riesiges Gemeinschaftsprojekt stellen die Krippenwege in Waldstetten und Wißgoldingen dar, die es dieses Jahr zum ersten Mal gibt. Beate Kornau und Anja Barth hatten die Idee dazu. Etwa 40 Krippen schmücken den Rundweg im Bronnforst und jenen um den Stuifen. Einzelpersonen, Kindergärten und Schulen machen mit. Und das über Waldstetten hinaus. Die Klösterleschule, ein Kindergarten und Privatleute aus Gmünd gestalten ebenfalls Krippen, erzählt Anja Barth. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, lediglich wetterfest müssen die Figuren sein. Krippen aus Wackersteinen, Flaschenkorken und Krippen im Vogelhäuschen zieren die Wege. Auch die Bäume drumherum sind schön geschmückt. Der Waldstetter Obst- und Gartenbauverein steuert Holzsterne dazu bei. Einen Geocache gibt's unter geocaching.com. Die Krippenwege werden am Samstag, 18. Dezember, im Bronnforst und am Sonntag, 19. Dezember, am Stuifen eröffnet. Die Krippen werden dort bis zum 2. Februar zu sehen sein.

Mögglingen: 24 Stationen mit Krippen aller Art sind's beim neuen Krippenweg in Mögglingen. Die roten Sterne weisen den Weg. Beginnend beim Kirchplatz führt dieser ab sofort quer durch die Ortsmitte. Die Idee dazu hatte Renate Kapfer. Vor allem für Familien mit Kindern sei die Strecke gut zu bewältigen, die Krippenstationen liegen nicht weit auseinander. Die Krippen gebastelt haben die drei Kindergärten und die Schüler der Limesschule ebenso wie Privatpersonen, berichten die Organisatoren. Heraus kam eine bunte Vielfalt: Figuren aus Ton und Holz, kleine Wichtel und große Engel, Krippen in alten Obstkisten aus Holz, Figuren aus Tannenzapfen, Kastanien und Nüssen. Los geht der Weg am Kirchplatz, über die Pfarrgasse, den Marktplatz, die Schulstraße, die Kirchstraße, zur Physiotherapie Schirle, zum Rathaus, in die Bahnhofstraße, zur Remsaue und übers Koisers Wegle zurück.

Bartholomä: Der Schwäbische Albverein in Bartholomä hat seine Waldweihnacht wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Dafür verwandeln die ehrenamtlichen Macher den Jubiläumsweg 2003 des Albvereins in einen Weihnachtswanderweg. Die Albverein-Familien dekorieren Bäume, Büsche, Bänke und Plätze entlang des rund sieben Kilometer langen Weges weihnachtlich. Baumschmuck, eine einfache Krippe aus Rinden, ein Gedicht, Selbstgebasteltes aus Naturmaterialien oder Weihnachtswichtel: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Von Heilig Abend an und über die Weihnachtsfeiertage können sich die Spaziergänger am Bartholomäer Weihnachtswinterwanderweg erfreuen. Die Wegstrecke ist beschrieben unter www.sav-bartholomae.de.

Gschwend: Nicht nur Krippen, sondern auch Texte und Lieder zu Weihnachten finden sich entlang des Gschwender Krippenwegs. An rund 40 Stellen laden Krippenszenen zum Betrachten ein. Der Krippenweg startet am Waldrand beim Mühläckerle und ist etwa zwei Kilometer lang. Parkmöglichkeiten finden Besucher beim Badsee, von dort geht es zirka 400 Meter den Berg hinauf zum Start des Krippenweges. Auch auf dem Wanderparkplatz in Richtung Rotenhar gibt's Parkplätze. Organisatoren sind Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde und der Forstbetrieb Forst BW. Das Wunder der Weihnacht können Interessierte in Gschwend bis zum 6. Januar erspüren.

Ruppertshofen: Knapp zweieinhalb Kilometer lang ist der Weihnachts- und Kunstweg bei Ruppertshofen. „Das ist eine super Idee, was hier entstanden ist“, lobt Bürgermeister Peter Kühnl das neue Projekt, das ab sofort und mindestens bis zum 9. Januar Bestand haben soll. Außerdem, so fügt er an, passe das Angebot nicht nur gut zur Adventszeit, sondern auch in die besondere Pandemiesituation, die für Alt und Jung bei Abstand ein wenig Abwechslung im Freien verspricht. Ursula Adam und Julia Herbst vom TSV Ruppertshofen hatten die Idee zum besonderen Fußweg, der beim Sportplatz beginnt und zum „Alten Berg“ in Richtung Hönig führt. Der Weihnachtsweg ist ausgeschildert und auch für Kinderwagen geeignet. An seiner Strecke sind Objekte zu finden, die für Kinder und Erwachsene gleichermaßen ein Erlebnis bieten sollen. Die Arbeiten stammen von den Kindergartenkindern aus Ruppertshofen, etlichen TSV-Mitgliedern und aus den Keramikwerkstätten von Ingrid Demmler-Seckler, Karin Witte und Brigitte Wengenmayr. Weitere künstlerisch gestaltete Beiträge kommen von Nadine Löckle und Siegfried Umschaden aus Ruppertshofen.

Weitmars: Nachdem die evangelische Kirchengemeinde 2020 den „Lichterweg im Advent“ in Weitmars kurzfristig wegen des Lockdowns absagen musste, soll dieser nun am Freitag, 17. Dezember, in der Zeit von 16 bis 19 Uhr stattfinden. Spazierengehen im Schein von vielen Lichtern, schauen, staunen, innehalten und dabei den Zauber der Weihnacht spüren: Das ist das Motto dieser vorweihnachtlichen Aktion. Die Teilnehmer gehen mit ihren Kindern oder alleine den Weg, wann sie wollen, und sind dabei selbst verantwortlich, dass die Coronaregeln eingehalten werden. Beginn und Ende des Spaziergangs ist am Friedhof in Weitmars. Der Weg ist für Kinderwagen geeignet und dauert etwa 45 Minuten.

Waldhausen: Die evangelische Kirchengemeinde bietet in Waldhausen vom 19. Dezember bis 6. Januar einen Weihnachtsweg. Start ist am Wanderheim des Albvereins. Der Weg führt am Kirnbach entlang bis ins Wohngebiet von Waldhausen, zum Krokusweg. Gezeigt werden Plakate mit der Weihnachtsgeschichte sowie Sterne am Wegesrand. Es wird ein Quiz für Kinder geben sowie Fragen auf jedem Plakat zum Weiterdenken. Über QR-Codes kommt man auf die Homepage der Kirchengemeinde. Dort gibt es weitere Informationen, die Weihnachtsgeschichte und Lieder. Der Weg ist kinderwagengerecht und dauert etwa eine halbe Stunde. Die katholische Kirchengemeinde Waldhausen bietet einen Weihnachtsweg vom 24. bis 26. Dezember mit fünf Stationen. Die Kindergartenkinder haben Bilder gemalt. Kinder sollten für die kreativen Stationen Stifte, einen dicken Stift und einen Klebestift mitbringen (Erwachsene einen Stift). Los geht's am katholischen Kindergarten St. Elisabeth. Der Weg führt über die Waldhäuser Grundschule, die Halle und den Remsmittelpunkt zur katholischen Kirche.

Adventswege: Sie kennen einen weiteren schönen Adventsweg in der Region? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an: gt-redaktion@tagespost.de.

Das Angebot passt in die besondere Pandemiesituation.“

Peter Kühnl, Bürgermeister
Krippenweg Mögglingen
Krippenweg Ruppertshofen

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