Wo es drei Tage lang funkelt und blitzt

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Foto: Jan-Philipp Strobel
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An diesem Wochenende findet im Congress Centrum Stadtgarten die „Messe 126 - Gmünder Messe für Schmuck und Gerät“ statt. Auch der berufliche Nachwuchs ist vertreten.

Schwäbisch Gmünd

Ausstellerinnen und Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet, eingebettet in eine Stadt, „in der Gold und Silber zur DNA gehört“, wie Erster Bürgermeister Christian Baron sagt: Er spricht von der Neuauflage der „Messe 126 – Gmünder Messe für Schmuck und Gerät“. Sie findet vom 1. bis 3. Oktober zum siebten Mal statt, lädt Besucher im Leutze-Saal des Congress Centrums Stadtgarten zum Rundgang ein.

Die Veranstalter, Kulturbüro und Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst, hoffen auf viele Besucher. Die hatten es 2020 schwerer, wegen Corona durften nur 70 Gäste gleichzeitig rein, lange Schlangen vor dem Congress Centrum waren ein Indiz fürs große Interesse an diesem Thema. „Wir möchten zeigen, was die Stadt zu bieten hat. Eine Stadt, die auf eine jahrhundertealte Gold- und Silber-Tradition zurückblicken und dieses besondere Kunsthandwerk kreativ mit neuen Ideen in eine erfolgreiche Zukunft führen kann“, ergänzt Christian Baron und freut sich über die professionelle Vorbereitung durch Ulrike Kleinrath, Geschäftsführerin der Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst, und Doris Raymann-Nowak.

Sie schätzt den Veranstaltungsort, der Ausstellern „nur gute Plätze anbietet“. Im Leutze-Saal könne man niemand übersehen. Neben ausgefallenen neuen Schmuckstücken funkeln prächtige Edelsteine, sieht man Gefäße mit besonderem Charme und schmückende Objekte aus unterschiedlich kombinierten Materialien.

Dass Schwäbisch Gmünd und die Region nach wie vor ein Zentrum der Gold- und Silberschmiedekunst ist, hat mit der Ausbildung am Ort zu tun. Viele der im Arenhaus ausgebildeten Schmuckfachleute bleiben am Ort, davon ist auch Oberstudiendirektorin Sabine Fath überzeugt. Die Leiterin der Gewerblichen Schulen in Schwäbisch Gmünd sieht in der Messe 126 „eine einmalige Gelegenheit, die exklusive Welt des Schmucks zu erleben“. Für die Schülerinnen und Schüler sei diese Plattform ebenso wichtig, sie könnten dort in Gespräche eintauchen, Erfahrungen sammeln.

Wie Goldschmiedin Iris Köhnke, die vor Jahren Absolventin der Fachschule für Edel­me­tall­ge­werbe war, 28 Jahre den Nachwuchs unterrichtet hat und nun selbst wieder am Goldschmiede-Arbeitstisch sitzt. Oder Alkie Osterland, Mitbetreiberin des „Labor im Chor“ Schmuckgestalterin und Glaskünstlerin, für die die Messe eine tolle Gelegenheit ist, sich zu präsentieren.

Manche zieht es bei der Gelegenheit auch nach Schwäbisch Gmünd zurück: Goldschmiedemeisterin Julie Blumer, gebürtige Gmünderin mit Werkstatt in Esslingen, freut sich schon auf die Teilnahme an der „Messe 126“.

  • Eintritt frei
  • Die 7. Auflage der „Gmünder Messe für Schmuck & Gerät“ findet vom 1. bis 3. Oktober 2021 bei freiem Eintritt statt. Geöffnet ist Freitag von 18.30 bis 21 Uhr, Samstag von 10 bis 18 Uhr, Sonntag von 11 bis 18 Uhr.
  • Das bedeutet 126
  • Hundertsechsundzwanzig? Woher kommt diese Zahl? Der Name der Messe wirft viele Fragen auf. Weiß man aber um die Bedeutung der Zahl, dann macht es durchaus Sinn, dass sie Gold und Silber im Namen der Gmünder Schmuckmesse vereint: Die Ordnungszahl 79 bezeichnet im Periodensystem der Elemente Aurum (Gold) und die Ordnungszahl 47 steht für Argentum (Silber). Die Summe ergibt die Zahl 126.

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