Wohnungsbau nimmt in der Weststadt Gestalt an

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Weststadt
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An drei Stellen wird nun gleichzeitig gearbeitet. Unterm Strich entstehen 268 neue Wohnungen. Die Meisten werden vermietet.

Schwäbisch Gmünd

Die Gmünder Weststadt wächst: Dort beginnen an drei Orten die Bauarbeiten für insgesamt 268 neue Wohnungen, dazu kommen Infrastruktureinrichtungen wie Arztpraxen, Pflegedienste, Café und Bäcker. Schon mitten im Bau ist das Immobilienunternehmen Engels & Völkers auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte „Römerkastell. Dort laufen aktuell die Fundamentierungsarbeiten für die Tiefgarage. Gleich daneben haben auf dem früheren Brücke-Areal die Erdbewegungen für die Wohnbebauung der B&B-Holding-GmbH begonnen und seit wenigen Tagen ist sind die Bagger auf dem Fehrle-Gelände zwischen Goethestraße und Schwerzerallee für das Projekt der Landesbaugenossenschaft im Einsatz.

Wohnen am Römerkastell

An der Ecke Eutighofer-Straße / Eugen-Bolz-Straße entstehen in vier Gebäuden insgesamt 33 Wohnungen, darunter die Tiefgaragenplätze, die Kellerräume, Abstellräume und Fahrradparkplätze auf gleicher Ebene. Die Häuser sind drei- bis viergeschossig, jeweils mit aufgesetztem Penthouse. Die niedrigeren Gebäude schließen nach Süden hinab. Angeboten werden vor allem Zweizimmer- bis Vierzimmer-Wohnungen.

„Eutighofer Tor“

Auf dem Gelände des ehemaligen Evangelischen Gemeindezentrums „Brücke“ werden nun 88 Wohnungen gebaut. Nach Worten von Bernhard Meyer, Investor dieses Vorhabens und Geschäftsführer der „B & B Holding und Business GmbH“ in Stuttgart, soll das Vorhaben bis Frühjahr 2023 fertig sein. Weil vom ursprünglichen Konzept mit Eigentumswohnungen Abstand genommen wurde, nun ausschließlich Mietwohnungen zur Verfügung stehen werden, hat Architekt Thomas Sonnentag umgeplant. So werden mehr kleinere Wohnungen geschaffen.

Aktuell laufen dort Erdarbeiten. „Im Oktober legen wir richtig los“, sagt Bernhard Meyer. Dann werden auch die Parkplätze an der Eutighofer Straße nicht mehr zur Verfügung stehen. Er will noch in diesem Jahr mit dem Rohbau beginnen und ab Sommer 2022 in die Vermietung gehen. Neben den 88 Wohnungen sind auch eine Apotheke, Bäckerei mit Café und eine Arztpraxis vorgesehen. Auf einer Grundstücksfläche von 5500 Quadratmetern entstehen rund 8700 Quadratmeter Gebäudeflächen und nun 108 Stellplätze in der Tiefgarage.

Nicht mehr in den aktuellen Planungen enthalten ist das Wunschprojekt des Evangelischen Vereins. Der wollte in der Nachbarschaft zum Paul-Gerhardt-Haus eine selbstverwaltete Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz oder Pflegebedarf einrichten. Dazu hätte der Verein im Neubau etwa 540 Quadratmeter gekauft. Platz für zwölf Zimmer mit Bad und WC und einen gemeinsamen Bereich mit etwa 100 Quadratmetern. Weil nicht mehr verkauft, sondern vermietet wird, kommt das Projekt nach Worten von Matthias Weiblen, dem Vorsitzenden des Evangelischen Vereins, nicht mehr zustande. Aber „die Idee geben wir nicht auf, eine selbstverwaltete Wohngruppe für Menschen mit Pflegebedarf zu schaffen“, so Weiblen.

Fehrle-Areal

Die Baugenehmigung ist da und die Landesbaugenossenschaft will auch gleich loslegen. „Aktuell laufen dort Schürfungen, um den Boden zu untersuchen“, sagt Geschäftsführerin Antje Durach. Eventuell unter der Erde liegender Kies könne für das Bauvorhaben genutzt werden. Für Oktober oder November ist der eigentliche Baustart terminiert. Auch dort gibt es gegenüber früheren Ideen eine Umplanung. So entstehen 147 statt ursprünglich geplanter 167 Mietwohnungen. Das liegt an einer veränderten Nutzung. So entsteht entlang der Schwerzerallee eine Kindertagesstätte, die die Stadt Schwäbisch Gmünd betreiben wird. Darüber ist Platz für drei Arztpraxen. Außerdem gibt es Räume für einen Mobilen Dienst der Stiftung Haus Lindenhof. Weil nach Worten von Antje Durach „in der Weststadt das Angebot mit Dreizimmer-Wohnungen vor allem aus den 1960er-Jahren vorhanden ist, entstehen mehr Zweizimmer-Wohnungen. Insgesamt liegt deren Anteil am Gesamtprojekt bei 54 Prozent.

Das Bauvorhaben wird nicht in einem Zug an allen Stellen gleichmäßig hochgezogen, sondern von Nord nach Süd, also von der Schwerzerallee aus, realisiert. Die ersten Wohnungen könnten 2023, das komplette Vorhaben 2024 fertig sein.Vermietet wird aber schon jetzt. In der Regel werden Mieter zu Genossenschaftsmitgliedern, ihre Einlage liege nicht höher als gewöhnlich für eine Mietkaution bezahlt werde, so Antje Durach. Ansprechpartnerin für die Mieter ist Laura.Seyfarth@lbg.de.

Die Idee geben wir nicht auf.“

Matthias Weiblen,, Vorsitzender Evangelischer Verein

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