Wunderbares Angebot in schwierigen Zeiten

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Danielle Becker von der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule mit der Deutsch-Pflichtlektüre, die tatsächlich auch Spaß machen kann.

Wie die Teilnehmenden am Literaturkurs der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule Theater digital erfahren haben im Austausch mit Schauspielern und Regisseuren.

Schwäbisch Gmünd

Wer in Zeiten von Corona einen Literatur- und Theater-Kurs leiten und diesen vor allem spannend gestalten will, der steht vor einer ziemlichen Herausforderung. Denn normalerweise lebt ein solcher Kurs vom direkten Interagieren, vom miteinander ausprobieren.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf haben sich Tobias Weiß und Janina Noz als Lehrkräfte der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule überlegt, einen Workshop zu den Pflichtlektüren des aktuellen Abiturjahrgangs zu organisieren – und zwar in Kooperation mit Schauspielhäusern aus dem Ländle.

Die Schülerinnen und Schüler hatten an drei Nachmittagen die Möglichkeit, eine Inszenierung des Theaterstücks „Der goldne Topf“ vom Theater der Stadt Aalen, eine Inszenierung des „Steppenwolf“ vom Jungen Ensemble Stuttgart und eine Inszenierung des „Faust“ von der Jungen Ulmer Bühne digital als Streaming-Angebot zu erleben. Anzumerken ist, dass E.T.A. Hoffmanns Kunstmärchen „Der goldne Topf“ aus dem Jahre 1814 seit 2019 Abiturthema ist. Hoffmann schickt seinen Protagonisten Anselmus auf die Reise durch die bürgerliche und die fantastische Welt, die in der Wahrnehmung des poetischen Gemüts fließend ineinander übergehen. Doch die Zerrissenheit zwischen Alltagsrealität und Fantasie ist nicht nur ein ideologisches Dilemma, sondern auch eine Frage der Liebe.

In der jeweils darauffolgenden Woche konnten sich die jungen Erwachsenen in einer Online-Konferenz dann direkt mit den jeweiligen Schauspielerteams, den Regieführenden und Intendantinnen oder Intendanten über ihre ästhetischen Erfahrungen austauschen.

Literatur und Theater ist eine Wahlfach, das an der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule im Gymnasium in der Jahrgangsstufe belegt werden kann.

Finanziert wurde das Projekt über den M’Agnesium-Verein der Schule. Ein Dankeschön geht jedoch nicht nur an den Schulverein, sondern auch an alle Mitwirkenden der drei Bühnen, die in schwierigen Zeiten ein wunderbares Angebot für alle Kulturbegeisterten ermöglichen.

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