Zebrastreifen ist Start der Erneuerung

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Sicher von Bettringen Nordwest zum Einkaufen: Oberbürgermeister Richard Arnold freut sich über den neuen Zebrastreifen über die Straße In der Vorstadt. Links Gerhard Bucher.

Bettringen Nordwest soll jetzt wieder mehr ins Blickfeld geraten. Ziel ist: Das Stadtquartier erneuern und besser an die Strukturen Bettringens anbinden.

Schwäbisch Gmünd

Vor 50 Jahren entsteht in Bettringen ein ganz neues Stadtquartier: Bettringen Nordwest. Jetzt will Oberbürgermeister Richard Arnold diese Wohnsiedlung mit heute 4000 Einwohnern besser mit Bettringen verbinden, die Pluspunkte des Areals Nordwest in den Mittelpunkt rücken. Erster von weiteren Schritten: Die Einrichtung eines Zebrastreifens vor dem Rewe-Markt. Er soll für Passanten aus Bettringen-Nordwest die Querung der Straße "In der Vorstadt" sicherer machen.

"Die Planer haben in den 1970er-Jahren weit vorausgedacht", sagt Richard Arnold. Zum ersten Mal seien Häuser gebaut worden, bei denen man mit dem Auto nicht bis vor die Haustüre fahren konnte. Es wurden Grünzonen eingerichtet und ein Nord-West-Treff geschaffen. Mit Einkaufsmöglichkeiten und Gaststätte. "Aber der Stadtteil kommt in die Jahre", sagt Arnold. Um das Leben dort weiter attraktiv zu halten, habe man bei einer Bürgerversammlung Anregungen geholt, die auch umgesetzt werden sollen. Dazu gehören außer dem Zebrastreifen:

  • Müllkonzept: Die Stadt hat mit der GOA vereinbart, dass dort Unterflurcontainer gebaut werden, dann gibt es weniger unkontrollierte Müllablagerungen rund um stehende Glascontainer.
  • Barrierefrei: In der Donaustraße wird die Bushaltestelle so umgebaut, dass Menschen ohne Hürden einsteigen können.

Die Planer haben in den 1970er-Jahren weit vorausgedacht.

Richard Arnold, Oberbürgermeister
  • Kinder: Der Spielplatz Egaustraße wurde erneuert, er ist seit drei Wochen wieder in Betrieb.

Ein Auge hat Richard Arnold auch auf den Nordwest-Treff. Da suche man Wege gemeinsam mit dem privaten Eigentümer. Vorgesehen ist ein Gespräch mit der Hausverwaltung am 29. September. Dann soll es darum gehen, die Zukunft von Geschäften, Dienstleistern und Gastronomie an dieser Stelle zu erörtern. Ansätze sind längst da: "Der Biergarten ist dort mit viel Liebe gemacht", findet Richard Arnold. Jetzt soll noch Gestrüpp beseitigt werden, die Sitzbänke in den Grünanlagen wurden schon neu gestrichen.

Stadtrat Gerhard Bucher, auch Ortschaftsrat in Bettringen, möchte den Bereich Nordwest noch besser mit Oberbettringen verknüpfen. Im Vereinsleben habe es schon Annäherungen gegeben. So sei Nordwest jetzt im Bürgerverein Bettringen vertreten. Bewegung auch in der Zuordnung zu den Grundschulen: In der Vergangenheit musste ein Teil der Kinder aus Nordwest die Hardtschule besuchen, der andere Teil die Uhlandschule. "Künftig haben wir alle Kinder in der Uhlandschule, um das Zugehörigkeitsgefühl zum Stadtteil zu stärken", erklärt Arnold. Das soll auch dazu beitragen, dass Kinder eher ein Auge auf die Vereine in Bettringen haben.

Dann soll Bettringen-Nordwest in Zukunft auch von einem neuen Trend profitieren. Es geht um Walkability: Gemeint ist damit ein Baustein gesundheitsförderlicher Stadtentwicklung und -gestaltung. Die Leiterin des Stadtplanungsamts, Birgit Pedoth, hat dazu eine Masterarbeit geschrieben und Bettringen Nordwest als Beispiel angeführt. "Menschen sollten so lange wie möglich Dinge zu Fuß erledigen können", sagt Birgit Pedoth. Das sei nicht nur gesünder, umweltfreundlicher und kostengünstig, sondern habe weitere Effekte. Zu Fuß komme man auch mit anderen Menschen ins Gespräch, viel besser, als wenn man mit dem Fahrrad unterwegs sei. Deshalb soll bei weiteren Planungen immer an die Fußgänger gedacht werden. Der Zebrastreifen gilt als erster Ansatzpunkt. Die Querung der Straße zum Lebensmittelmark war bisher nach Ansicht Gerhard Buchers nicht ganz problemlos. Jetzt sei sie auch für ältere Menschen sicherer.

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