Zensus: Sehr viele Bürger sind gefragt

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Im Gmünder Studentenwohnheim werden beim Zensus im kommenden Jahr alle Bewohner befragt.
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Im nächsten Jahr startet eine EU-weite Groß-Aktion. Auch viele Gmünder werden antworten müssen.

Schwäbisch Gmünd

In Gmünd gibt es nach dem derzeitigen Datenstand des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 12230 Wohngebäude mit insgesamt 29544 Wohnungen.

Auf alle Inhaber dieser Gebäude kommen Fragen zu - und nicht nur auf sie Im nächsten Jahr möchten die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder erfahren, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie alt sie sind, wie sie wohnen. Sie befragen dazu nicht nur Menschen im Gmünder Raum, sondern bundesweit.

Und die Europäische Union, die ebenfalls Interesse an den Antworten hat, lässt solche Befragungen in allen Mitgliedsländern durchführen. Wie viele Leute in Gmünd 2022 genau um Antworten gebeten werden, kann der Pressesprecher des Statistischen Landesamtes, Martin Ratering, noch gar nicht genau sagen. Um das zu ergründen, wurden die aktuellen Daten der Städte und Gemeinden erhoben. In einer Vorabbefragung wird derzeit geprüft, inwieweit diese Daten zutreffen.

2011 war die letzte derartige Befragung, der sogenannte Zensus. Damals kam heraus, dass in Gmünd 58200 Menschen leben. Diese Zahl sagt Ratering, ist aufgrund der amtlichen Fortschreibung bis Mitte 2021 auf 61200 gestiegen.

Einige solcher Daten hat die Stadt Schwäbisch Gmünd auch selbst parat. „Wir wissen schon, wie viele Gebäude wir haben“, sagt Gerhard Hackner, der Leiter des städtischen Amts für Stadtentwicklung. Das könne man im Geodatenportal sehr genau auslesen. Die Zahl der Wohnungen dagegen sei dort nicht gespeichert. Und bundesweit gibt es kein Register, in dem alle Gebäude und Wohnungen geordnet nach den Merkmalen, nach denen nun gefragt wird, verzeichnet sind. So begründet ein Sprecher des Statistischen Bundesamts auf Anfrage der Gmünder Tagespost die Notwendigkeit der Zählung. Deshalb wird also im nächsten Jahr in großem Stil gefragt. Eigentlich war die Aktion schon für dieses Jahr vorgesehen, wurde jedoch wegen Corona verschoben. Auch im nächsten Jahr werden längst nicht alle Bürger befragt, sondern nur in Stichproben. Aber zum Beispiel im Studentenwohnheim müssen alle Bewohner Auskunft geben. In der Stauferklinik und in der Justizvollzugsanstalt Gotteszell dagegen kann die Verwaltung stellvertretend die Angaben zu den Patienten oder Insassen machen.

Stichtag 15. Mai

Los geht's mit den Fragen am 15. Mai 2022, das ist der bundesweite Stichtag für den Zensus. Ab diesem Tag nehmen Interviewer für die Personenerhebungen postalischen Kontakt zu den Personen auf, um einen Termin mit ihnen abzustimmen. Parallel werden alle auskunftspflichtigen Personen für die Gebäude- und Wohnungszählung angeschrieben und um eine Auskunftserteilung über einen Online-Fragebogen gebeten. Für den Zensus wird bei der Gmünder Stadtverwaltung - übrigens wie in allen Gemeinden im Land mit mehr als 30000 Einwohnern und bei den Landratsämtern - eine Erhebungsstelle eingerichtet. Diese Stelle kann Erhebungsbeauftragte anwerben, die wiederum die Befragungen durchführen. Insgesamt, sagt Martin Ratering, wird es in Baden-Württemberg 103 Erhebungsstellen geben.

Übrigens: Diejenigen, die befragt werden, müssen antworten. Auch das ist im Zensusgesetz 2022 festgelegt.

Wir wissen schon, wie viele Gebäude wir haben.“

Gerhard Hackner,, Amtsleiter
  • Die Ergebnisse der Zählung von 2011
  • Beim Zensus 2011 kam heraus, dass es im Bereich der Stadt Gmünd 25723 Privathaushalte gab, in denen durchschnittlich 2,3 Menschen lebten. Damit war der durchschnittliche Haushalt in Gmünd ebenso groß wie landesweit - und um 0,1 Personenanteile kleiner als im Ergebnis der Volkszählung 1987. Diese und viele weitere - auch aktuelle - Daten finden Interessierte im Internet auf www.statistik-bw.de, der Homepage des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg, unter dem Stichwort „Regionaldaten“.
Foto: Jan-Philipp Strobel

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