Zirkus Alaska zurück in Gmünd

+
Zirkusdirektor Alois Frank freut sich wieder in Schwäbisch Gmünd sein zu dürfen
  • schließen

Was der Zirkus Alaska in Schwäbisch Gmünd macht, wie seine Zukunft aussieht und warum die Stadt für die Familie unvergesslich bleibt.

Schwäbisch Gmünd

Fast können Alois Frank und seine Familie Schwäbisch Gmünd als zweite Heimat betrachten. 18 Monate saß die Zirkusfamilie mit ihrem Zirkus Alaska hier fest. Die Familie kann sich nicht erinnern, jemals über einen solchen Zeitraum auf „einem Fleck“ geblieben zu sein. Das Schicksal meinte es nicht besonders gut mit dem kleinen Familienzirkus. Erst kam Corona und das damit verbundene Auftrittsverbot. Über viele Monate standen die Wohnwagen und das Tierzelt in Bettringen. Der nahende Winter löste bei den Franks, zu den Geldsorgen durch die fehlenden Einnahmen, weitere Sorgen aus: Die Tiere benötigten eine trockene Unterkunft. Alois Frank und seine Frau Natascha Köllner konnten damals ihr Glück kaum fassen, von der Firma Biegert und Funk wurde im Technologiepark im Gmünder Westen eine geräumige Scheune zur Verfügung gestellt, auf dem angrenzenden Grundstück der Firma Nubert konnten die Vierbeiner Auslauf bekommen. Frank und Köllner sind heute noch „unglaublich dankbar“ über die große Hilfsbereitschaft der Gmünder Bürger. Der drohende Untergang des Traditionszirkus konnte durch Futter-, Geld- und Sachspenden abgewendet werden. Mit kleineren Auftritten versuchte der Zirkus Alaska das zu tun, was ihm „in die Wiege“gelegt wurde, vor Publikum auftreten und sich im Applaus sonnen. Es lag fast schon etwas Hoffnung in der Luft, als der nächste Schicksalsschlag über die Franks hereinbrach: Das verheerende Unwetter Ende Juni zerstörte das Tierzelt, die Tiere mussten im großen Manegenzelt untergebracht werden, an Vorstellungen war wieder einmal nicht zu denken. Auch hier konnten die Franks auf die Gmünder Hilfsbereitschaft zählen, zahlreiche Spenden ermöglichten den Kaufeines neuen Zeltes.

Töchterchen kam hier zur Welt

Ende September nahm der Zirkus Alaska Abschied von Gmünd und machte sich auf den Weg, um wieder Vorstellungen in unterschiedlichen Städten zu geben. „Wir haben wieder etwas Bodenunter den Füßen“, freut sich Natascha Köllner. „Wir sind voller Elan“, meint Alois Frank, die Vorstellungen waren gut besucht, mit den Einnahmen können die Franks jetzt ein wenig „die Löcher stopfen“, die sich in den vergangenen anderthalb Jahren aufgetan haben.

Jetzt sind sie zurück in der Stadt, die ihnen in der „größten Not“ zur Seite stand. Das große Manegenzelt wird nicht aufgebaut, denn der Zirkus Alaska bereitet sich auf seinen „großen Traum“vor, „wir dürfen in Göppingen den Weihnachtszirkus präsentieren“, freuen sich Köllner und Frank. Das Programm wird derzeit im Tierzelt einstudiert, es soll eine „zauberhafte Weihnachtsgeschichte“ über einen verschwundenen Weihnachtsengel werden, freut sich Natascha Köllner und das fünfjährige Töchterchen Casey ist schon ganzaufgeregt, sie darf einen „Weihnachtswichtel“ darstellen.

Die Familie Frank freut sich jetzt nicht nur auf die neue Aufgabe, vom 17. Dezember bis 8. Januar in Göppingen auftreten zu können, sondern auch über viele bekannte und neue Gesichter, die gerne eingeladen sind den Zirkus im Technologiepark zu besuchen, um die Tiere zu betrachten. Karten für den Weihnachtszirkus können bis zum 6. Dezember vor Ort gekauft werden. Schwäbisch Gmünd wird dem Familienzirkus für immer in guter und schöner Erinnerung bleiben. Ein kleines „Souvenir“ wird die Familie immer an den langen Aufenthalt erinnern, Töchterchen Jane wurde am 11. September hier geboren. Damit wurde auch das letzte „große Geheimnis“ gelüftet, warum die letzten Vorstellungen im September in Gmünd abgesagt werden mussten.

Mehr Infos zum Weihnachtszirkus in Göppingen mit Terminen und Uhrzeiten unter www.zirkus-alaska.de

Wir haben wieder Boden unter den Füßen.“

Natascha Köllner, Luftakrobatin

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare