Zu warm, zu nass und zu wenig Sonne

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Ein beinahe alltägliches Bild im Juli: dunkle Wolken über dem Rechberg.

Der Gmünder Wetterbeobachter Martin Klamt hat seine im Juli gesammelten Wetterdaten ausgewertet. Der zweite Sommermonat war geprägt von Starkregen und Gewittern.

Schwäbisch Gmünd

Von Sommer kaum eine Spur. Dem Gmünder Wettbeobachter Martin Klamt zufolge, war der zurückliegende Juli zwar etwas zu warm, aber auch zu nass. Außerdem habe die Sonne weniger geschienen als üblich. „Der in Deutschland keine hochsommerlichen Gefühle weckende Juli 2021 führte die Starkregenepisoden der zweiten Junihälfte fort.“ Er brachte zunächst regional heftige, teils auch gewittrige Niederschläge samt Überflutungen – doch Tief „Bernd“ brachte in der zweiten Dekade im Westen Deutschlands verheerende Fluten, die zur schwersten Naturkatastrophe in Deutschland seit der Sturmflut von 1962 führte.

Die Wetterdaten im Juli

Mit einen Mittel von 19,1 Grad war der Juli in Schwäbisch Gmünd im Vergleich zur langjährigen Norm von 1961-1990 um 1,4 Grad zu warm und ein Grad kälter als der viel zu warme Juni. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991-2020 war der Juli sogar um 0,4 Grad zu kalt.

Die Zahl der Frühlingstage mit einem Höchstwert von 20 Grad lag mit 30 Tagen zwar um vier Tage über der Norm und die Zahl der Sommertage mit 25 Grad Höchstwert mit 15 Tagen genau in der Norm, dagegen gab es erstmals seit 2011 überhaupt keinen heißen Tag mit 30 Grad und darüber, was normal an vier Tagen der Fall ist. Am 30. Juli wurde mit 28,8 Grad Celsius die höchste Lufttemperatur gemessen. Mit 121 Millimetern (121 Prozent der Norm) wurde der Juli bereits der dritte zu nasse Monat in ununterbrochener Reihenfolge, das gab es letztmals 2007. An 16 Tagen fiel der Niederschlag, doch nach neun Tagen im Juni gab es im Juli „normale“ drei Starkniederschlagstage (ab 10 Millimeter), wobei aber am 9. und 13. aber gleich 31 beziehungsweise 32 Millimeter Niederschlag gemessen wurden.

Die Sonne schien im Juli nur 217 Stunden lang, das waren 97 Prozent der Norm, wobei Klamt am 18. Juli mit 14,3 Stunden die längste Scheindauer registriert hatte.

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