Zug überfährt mehrere Einkaufswagen bei Gmünd

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Archivfoto eines Regionalzugs von Go-Ahead in Schwäbisch Gmünd.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

Schwäbisch Gmünd. Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht auf Dienstag fünf Einkaufswagen auf die Gleise bei Schwäbisch Gmünd gelegt und so den Lokführer eines Regionalzuges zu einer Schnellbremsung gezwungen, teilt die Bundespolizei mit.

Ersten Erkenntnissen zufolge fuhr der Lokführer gegen 1.30 Uhr auf der Strecke von Nördlingen nach Schwäbisch Gmünd, als er die Einkaufswagen des in der Nähe befindlichen Gartencenters im Gleisbereich bemerkte. Trotz der umgehend eingeleiteten Schnellbremsung konnte letztlich ein Überfahren der Einkaufswagen nicht verhindert werden. Die 18 Reisenden im Zug blieben nach bisherigem Sachstand bei dem Vorfall unverletzt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durch alarmierte Einsatzkräfte der Landes- und Bundespolizei konnte der nur leicht beschädigte Zug seine Fahrt fortsetzen.

Weitere bahnbetriebliche Beeinträchtigungen blieben aus. Die Bundespolizei hat inzwischen die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Zeugen, die zum Zeitpunkt des Vorfalls Auffälligkeiten beim Gartencenter in der Nähe des Sachsenhofes in Schwäbisch Gmünd festgestellt haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer +49711870350 zu melden.

Lebensgefahr: Extrem langer Bremsweg

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt (Der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt bis zu 1.000 Meter).

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