Zum Internationalen Frauentag

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Pressebericht Frauentag 2022 in GD

Einen Abend mit Reflexionen und Aussagen über das Frausein anhand des Theaterstücks „Die Vagina-Monologe“ organisierten die Gmünder VHS und die Stabsstelle für Chancengleichheit der Stadt Schwäbisch Gmünd.

Schwäbisch Gmünd.

Die Vagina-Monologe ist ein Schauspiel der US-Autorin Eve Ensler, in dem sie das weibliche Geschlechtsteil in verschiedenen Monologen zu Wort kommen lässt. Dieses Theaterstück war zentraler Inhalt der Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentags, die von der Gmünder VHS und der städtischen Stabsstelle Chancengleichheit organisiert wurde.

Während des Tages wurden bei einer „Flower Power“-Aktion fair gehandelte Rosen an mehreren Stellen in Schwäbisch Gmünd verteilt.

Ingrid Hofmann, VHS-Leiterin, betonte bei der Begrüßung am Abend, wie wichtig es gerade angesichts des Krieges in der Ukraine sei, sich demokratischer Werte, Grundlagen für Freiheit und Frieden, bewusst zu werden und sich dafür einzusetzen. Elke Heer, Beauftragte für Chancengleichheit, schlug den Bogen zum 111. Jubiläum des Internationalen Frauentags: Die Themen seien andere, der Tag sei so wichtig wie eh und je.

In Kriegen besonders gefährdet

Der Blick richte sich nun auf den aktuellen Krieg: „Krieg bringt auch sexuelle Gewalt mit sich: Das Risiko, vergewaltigt zu werden, steigt in Kriegszeiten für alle Frauen um ein Vielfaches.“

Die Vagina-Monologe waren von den Veranstaltenden bewusst gewählt worden, wie diese erklärten, und markieren den Beginn einer Reihe zum Thema „Engagement gegen Genitalverstümmelung“. Dieser Köper- und Menschenrechtsverletzung betrifft weltweit rund hundert Millionen Mädchen und Frauen.

Schauspielerin und Regisseurin Gerburg Maria Müller trug in einer halb-szenischen Lesung ausgewählte Monologe vor. In der „Überschwemmung“ ging es um die Kraft weiblichen Begehrens und wie dieses oft als unpassend erachtet wird. Ein anderer Aspekt: die erste Menstruation. Sie kann Fest und Anlass zur Freude oder aber schambesetzt und Grund für Angst sein. Für viele Zuhörende besonders berührend war ein Monolog, der den bosnischen Frauen gewidmet ist: „ Meine Vagina war mein Dorf“ , so der Refrain, der Schönes wie „meine Vagina war wie eine Wiese“ besang, um dann in Schreckensbildern Vergewaltigungen zu beschreiben. In „Ich bin dabei gewesen“ ging es um die Leistung der Vagina und der Frauen bei einer Geburt. Gerburg Maria Müller verlieh jedem Vagina-Monolog einen eigenen Charakter, von der 12-Jährigen bis hin zur alten Frau.

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