Zum Mitsingen und -rocken: Frontm3n haben's drauf

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Frontm3n zu Besuch beim Gmünder Sommer auf der Remspark-Bühne: Sie rocken und das Publikum rockt mit. Ihre Interpretationen alter Hits finden großen Anklang - und ein ganz spezieller Fan war wieder dabei.
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Altrocker Frontm3n begeistern auf dem Gmünder Sommer auf der Remsparkbühne.

Schwäbisch Gmünd

Die Haare mögen grauer werden - die Stimmgewalt und die Musikalität haben in all den Jahren nicht gelitten. Mit Mick Wilson von der bekannten Band 10cc, Pete Lincoln, bekanntgeworden durch seine Zugehörigkeit zu Smokie, Sweet und Sailor, sowie Robert Hart von Manfred Manns Earth Band rockten die drei Altrocker mit drei Akustikgitarren und ihren perfekten Stimmen am Donnerstag die Open-Air Bühne im Remspark.

Das Repertoire von Frontm3n zog sich dabei musikalisch durch die 60er- und 70er-Jahre und bereits mit „The Things we do for Love“ von 10cc aus dem Jahr 1977 füllte der dreistimmige Gesang den kompletten Remspark aus und wurde auch von vielen „Zaungästen“ außerhalb des Konzertbereichs gefeiert. Mit englischer Höflichkeit bedankte sich Pete Lincoln schmunzelnd auch bei diesen Gästen.

Nicht nur Musikmachen schien die Mission der Musiker, die mit den Besuchern in Kommunikation traten und aus ihrem Musikerleben erzählten, die „drei Musketiere“ erblickten „auch ohne Brille“ einen Fan, der eines der Frontm3n T-Shirts mit dem Slogan „All for One“ trug und sich gleich dem Publikum zeigen durfte. Ob wirklich alle Besucher erst nach den 1970er-Jahren geboren wurden und daher die gesungenen Titel von Frontm3n nicht kennen können, wie von Mick Wilson höflich formuliert wurde, sei dahingestellt und ließ sich auch nicht nachprüfen. Eine spezielle Begrüßung erhielt allerdings die „Young Lady“: die Gmünderin Ingeborg Greil, die mit 101 Jahren die mit ziemlicher Sicherheit älteste Anhängerin der Formation ist. Und die gepflegte Dame freute sich sichtlich, in diesem Jahr bereits den zweiten Auftritt der Band in Gmünd verfolgen zu können. Die Band sei einfach nur „großartig“. Und diese Ansicht teilten die Gäste mit der 101-Jährigen.

Etlichen der alten Hits haben Frontm3n ihren persönlichen Stempel aufgedrückt: „Nicht ganz verändert, nur ein wenig“ kokettierte Wilson. Bei „Fox on the Run“ von Sweet wurden augenscheinlich viele Erinnerungen bei den Besuchern wach, Handys wurden zum Filmen gezückt, trotz dem Erscheinungsjahr des Titels (1974) war die Textsicherheit bei den Besuchern hörbar. Zu den musikalischen Qualitäten des Trios kam ein unverkennbares Vergnügen am Auftritt hinzu. Die von Lincoln angekündigte „Uraufführung“ - der Titel von Smokie „So do you think you know how to love me“, sei von den drei Musikern noch nie öffentlich gespielt worden und könnte „furchtbar“ werden - bestätigte sich nicht.

Ohne „Netz und doppelten Boden“ warfen Lincoln, Hart und Wilson ihr gesamtes Können auf die Bühne, die Gäste zollten ordentlich Applaus. Bereits die ersten Akkorde von „Dave is on the Road again“ entlockten einigen Zuhörern ein wohliges Seufzen, völlig aus dem Häuschen gerieten die Gäste bei Sweets „The Ballroom Blitz“. Die rockigen Töne luden zum Tanz vor dem Sitz nahezu ein. Mit „Rubber Bullets“ von 10cc verabschiedeten sich die Altrocker vom „wunderschönen Schwäbisch Gmünd“ und holten dabei noch einmal alles aus Stimmen und Gitarren heraus.

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