Zweifache Hilfe durch Musik

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Kolping-Kapelle.
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Gelungener Neustart: Die Benefizkonzerte der Reihe „Musikalisch und solidarisch“ sind beim Publikum beliebt.

Schwäbisch Gmünd

Sie brachten Schwung und flotte Töne in den Stadtgarten - und das Publikum ging mit, klatschte im Takt: Deutlich war die Lust bei Musikerinnen und Musikern zu spüren, sich vor so vielen Zuhörerinnen und Zuhörern live zu präsentieren. Endlich einmal wieder das lang Geprobte auf der Bühne zeigen zu können, brachte den neuen Schwung.

Ramona Kunz-Glass, in einem krokusfarbenen, langen Satinkleid, moderierte gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Christian Baron ein „buntes, vielfarbiges Programm“.

Der Musikverein Herlikofen eröffnete  temporeich mit Filmmedleys und traditionellen Tönen unter Leitung von Gabriele Bleilinger, mit  einzelnen Instrumentalsoli als Glanzlichtern. Einen Hauch Europa brachten die Rechberg Scottish Dancers. Sechs Paare in sechs unterschiedlichen Tartans - in traditionellem Schottenrock und Kleidern mit Schärpe - absolvierten vor der Bühne Schrittfolgen, die die Falten der Kilts fliegen ließen - zum Vergnügen des Publikums, das rhythmisch mitging.

Viele junge Musiker verstärken die Kolpingkapelle, erläuterte Ramona Kunz-Glass. Die legten los unter Leitung von Janina Edelbauer und begeisterten. „Musikalisch solidarisch“ bedeute auch, so Ramona Kunz-Glass und Christian Baron, dass die inzwischen 624 ukrainischen Flüchtlinge in Gmünd willkommen in allen Vereinen sind. Eine Hälfte der Spenden des Konzerts geht in die Förderung für junge Flüchtlinge aus der Ukraine, die zweite Hälfte in die Jugendförderung des Stadtverbands.

Jugendkunstschule und Wissenswerkstatt Eule gaben Einblicke in die Möglichkeiten für diese Kinder und Jugendlichen. Zahlreiche Zeichnungen spiegeln den Schmerz wider, sein Haustier zurückgelassen zu haben. Oder die Sehnsucht nach einem blauen Himmel mit Regenbogen, ohne dunkle Wolken.

Im Jahr 1993 beschlossen sie, aus der Stadtjugendkapelle auszusteigen und ein eigenes Orchester aufzustellen: die „Einhornmusikanten“. Unter Leitung von Monika Stegmeier brachten sie mit Glenn-Miller-Sound bis Kriminaltango flotte Klänge.

Zum Schluss der Knaller: die „Musical Factory“ mit Abba-Hits. Bühnenreife Stimmen und mitreißende Performance brachten den Peter-Parler-Saal zum Kochen. Frech, unwiderstehlich, in rasanter, gekonnter Choreographie zeigten die ehemaligen Musical Kids, was aus ihnen geworden ist.

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