Zwischen Degenfeld und Weiler fünf Monate lang dicht

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Die Landesstraße über den Futlepass (im Bild der Blick vom Pass auf Gmünd) wird für den Durchgangsverkehr fünf Monate lang gesperrt.
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Im Juni sollen die Bauarbeiten an der Landesstraße 1160 beginnen. Umleitung führt durch Straßdorf, Rechberg und Wißgoldingen.

Schwäbisch Gmünd

Verkehrsteilnehmer, die über den Furtlepass  in Richtung Süden ins Lautertal oder umgekehrt von dort ins Remstal wollen, haben noch einen Monat länger Galgenfrist: Die Arbeiten zur Sanierung der Landesstraße zwischen den Gmünder Ortsteilen Weiler und Degenfeld beginnen nicht wie zunächst angekündigt im Mai, sondern im Juni.  Der genaue Tag steht noch nicht fest,  er wird nach derzeitiger Planung  in der Monatsmitte liegen. Darüber informiert Andrea Panitz, Pressereferentin des  Regierungspräsidiums Stuttgart, das die Maßnahme betreut, auf Anfrage der Gmünder Tagespost.

Hornberg bleibt frei

Die Verantwortlichern planen, die Bauarbeiten bis spätestens Mitte November  abzuschließen. In dieser ganzen Zeit aber, also fünf Monate lang,  bedeutet  das eine Vollsperrung für den Durchgangsverkehr zwischen Weiler und Degenfeld. Im Detail werden die Arbeiten in zwei Abschnitte aufgeteilt, so die Pressereferentin:  einmal nördlich und einmal südlich der Passhöhe. So soll gewährleistet werden, dass  die Kreisstraße zum Hornberg immer anfahrbar ist: mal von Weiler her, mal von Degenfeld. Der Durchgangsverkehr werde von Degenfeld über Weißenstein, Wißgoldingen, Rechberg, Straßdorf und Schwäbisch Gmünd in Richtung Weiler umgeleitet - und umgekehrt. Im Gmünder Innenstadtverkehr bedeutet das eine zusätzliche Verkehrsbelastung  auf der Umleitungsstrecke um die gesperrte Waldstetter Brücke. Außerdem soll in diesem Jahr mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt Straßdorf begonnen werden.  Gmünds Rathaussprecher Markus Herrmann  sagt, dass bei der Planung solcher Baumaßnahmen eventuelle zusätzliche Belastungen durch Umleitungsführungen berücksichtigt werden.

Ein Grund für die Notwendigkeit der Sanierung  zwischen Weiler und Degenfeld ist der zunehmende Schwerverkehr, der auch auf dieser Strecke zwischen den Bereichen Gmünd und Göppiungen unterwegs ist.  Die Lastwagen werden „immer schwerer und größer“, hatte Degenfelds Ortsvorsteher Hans-Peter Wanasek  festgestellt, als er  den Degenfelder Ortschaftsrat im Februar über die Sperrung informierte. Insofern bedeutet die Baustelle  auch eine Auszeit vom  überregionalen Schwerverkehr für die Bewohner von Weiler und  Degenfeld.  Wanasek hatte zudem beklagt, dass  viele Lastwagenfahrer in dem kleinen Stadtteil die Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer in der Ortsdurchfahrt  missachten und, wenn es zu eng wird, oft auch auf den Gehweg ausweichen.

Bohrpfahlwand kommt

Der Schwerverkehr setzt  der Straße zu. Deshalb soll die Fahrbahndecke auf der gesamten Strecke zwischen Weiler und Degenfeld erneuert werden.  Darüber hinaus,  informiert Andrea Panitz vom Regierungspräsidium,  werden die Bauarbeiter vor allem im nördlichen Abschnitt zwischen Weiler und der Abzweigung  der Kreisstraße 3278 zum Hornberg beschäftigt sein.   Dort muss  neben der Fahrbahndecke die Oberflächenentwässerung der Fahrbahn erneuert werden.  Zudem sei geplant, eine Bohrpfahlwand und Steilböschungssysteme einzubauen, um den Hang vor Rutschungen zu sichern. Für die Gesamtmaßnahme  auf einer Länge von fast fünf Kilometern sind vom baden-württembergischen Verkehrsministerium Kosten von rund drei Millionen Euro veranschlagt.

Schon 2012 war die Landesstraße zwischen Weiler und Degenfeld voll gesperrt worden, damals allerdings „nur „rund einen Monat lang.

Immer schwerer und größer.“

Hans-Peter Wanasek, über Schwerverkehr auf der L1160

Mehr als 250 Straßensanierungen

Das Land Baden-Württemberg investiert in diesem Jahr rund 161 Millionen Euro in den Erhalt seiner Landesstraßen. Damit sollen ungefähr 190 Kilometer Fahrbahn saniert werden. Insgesamt will das Land 2022  mehr als 250 Erhaltungsmaßnahmen  an Landes- und Bundesstraßen angehen.  Böschungssicherungen wie die an der Landesstraße 1160 zwischen Weiler und der Abzweigung zum Hornberg gehören zu den Schwerpunkten des diesjährigen Sanierungsprogramms.

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