Zwischen Individuum und Klischee

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Zum Abschluss ihres Kunststudiums an der PH zeigen Studentinnen im Unikom ihre Werke.
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Studentinnen des Fachs Kunst der PH zeigen ihre Werke im Unikom.

Schwäbisch Gmünd. Ihre Arbeiten entsprechen nicht dem Klischee gegenständlicher Malerei, die Bilder stellen Fragen,  das Publikum selbst kann sich mit Erklärungsversuchen beschäftigen. Es geht um „Bewegte Körper und farbige Spuren“, eine Ausstellung von fünf Kunststudentinnen der Pädagogischen Hochschule. Zu sehen im Gmünder Unikom-Kunstzentrum. Vernissage ist am heutigen Freitag, 6. Mai, um 19 Uhr.

Bequemem Betrachten erteilen Franziska Bolz, Alisa Geiger, Antonia Kaedings, Madeleine Sack und Nicole Lorenz eine Absage. Im Zentrum steht dabei fast immer der menschliche Körper zwischen Individuum und Klischee, zwischen Eigenständigkeit und Zuschreibung. Es ist auch ein Wandel zwischen digital und analog und den Möglichkeiten, die sich dazwischen bieten. So zeigen Franziska Bolz‘ großformatige Kohlezeichnungen und Collagen  markante Gesichter, Falten, Narben, geprägt vom  Leben. Alisa Geigers Arbeiten gehen von der Modulierbarkeit des menschlichen Abbildes in den sozialen Medien aus. Ein Kontrastprogramm bieten Antonia Kaedings Holzschnitte.  Sie untersucht Aspekte wie Struktur, Form oder Fläche. Erst bei genauerer Betrachtung ergeben sich formale Zusammenhänge und Verbindungen zu den anderen.  Nicole Lorenz zeichnet und fotografiert. Ihr geht es um einen kritischen Blick auf Stereotype und klischeehaftes Denken im Blick auf Geschlechterwahrnehmung in der heutigen Gesellschaft. In eine Welt voller Bewegung taucht das Kunstpublikum bei  Madeleine Sack ein. Sie zeigt dynamische und tänzerische Bewegungen und flüchtige Momentaufnahmen.  Nicht das Individuum steht im Vordergrund, sondern Bewegung und Aktion.

Bis zum 15. Mai

Zum Abschluss ihres Studiums, bei dem sie oft auf Präsenz verzichten mussten, wird diese gemeinsame Präsentation Realität. Die Ausstellung ist an diesen Tagen zu sehen: Samstag und Sonntag, 7. und 8. Mai, 14 bis 17 Uhr Mittwoch, 11. Mai, 17 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag, 14. und 15. Mai, von 14 bis 17 Uhr.

Kuno Staudenmaier

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