Zwölf Remskommunen bei „Remstal singt“

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Mit einem bunten musikalischen Potpourri begeisterten die Chöre und Musikgruppen der zwölf Remsgemeinden die Zuhörer bei „Remstal singt“, so auch hier in Waldstetten.
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Begeisternder musikalischer Nachmittag mit den zwölf Remskommunen. Mit dem „Alois“ endete „Remstal singt“ in Gmünd.

Schwäbisch Gmünd. Wir müssen die Gotthilf-Fischer-Chöre überholen!“, feuerte Oberbürgermeister Richard Arnold die Gmünder vor der Remspark-Bühne an. Die ließen sich das nicht zweimal sagen und schon erschallten gemeinsam mit dem Liederkranz Straßdorf die Songs des Textheftes.

Gmünd sang nicht nur mit den zwölf Kommunen von der Remsquelle in Essingen bis zum Zufluss in den Neckar in Remseck gemeinsam, sondern war auch organisatorisch federführend bei den fünf Gemeinden aus dem Ostalbkreis, wie Ralph Häcker vom Kulturbüro berichtete. Er setzte das musikalische Programm in ein Liederheft um, das dafür sorgte, dass alle Strophen textsicher mitgesungen werden konnten.

Mit Maskottchen Remsi

Maskottchen Remsi auf der Bühne zeigte, wie man sich Rhythmus und Musik hingeben kann. Das färbte aufs Publikum ab. Von „What a wonderful world“ bis „Marmor, Stein und Eisen bricht“ wurden Volkslieder, Evergreens und Popsongs, Flottes, Freches, Besinnliches und Sinngebendes kraftvoll interpretiert vom Straßdorfer Liederkranz unter Leitung von Harald Elser. Nicht zu vergessen die Combo mit Uli Etz am Schlagzeug, Artur Derer, Bass, und Elser am Klavier.

OB Arnold war nicht allein gekommen. An seiner Seite der ehemalige OB Fellbachs Christoph Palm und Michael Scharmann, OB in Weinstadt. In der launigen Moderation wurde abgefragt, ob die Remstal Gartenschau wieder erblühen solle. Das Publikum stimmte lautstark dafür.

Palm erläuterte, dass er nicht als ehemaliger OB vor Ort sei, sondern als Präsident des Landesmusikverbandes, zu dem 6200 Chöre und Musikvereine gehören. „Wer singt, ist dem Himmel ein Stück näher!“, ein Zitat von Augustinus, das Richard Arnold gern zitiert. Passend dazu überreichte Palm einen Brief, datiert Ende 19. Jahrhunderts, den sein Ahn von der Stadtpflege Gmünd erhielt. „Das ist fürs Stadtarchiv!“, dankte Arnold.

Ramona Kunz-Glass, Vorsitzendes des Stadtverbands Musik und Gesang, führte mit „der Liederkranz Straßdorf steht für gute Stimmen!“ ein. Das wurde bewiesen in den nächsten beiden Stunden. Bis zur kurzen Pause kurz nach vier waren bereits 20 Lieder abgesungen, wie Vorsitzender Hubert Leist in seiner Moderation erklärte.

Madagaskar und Corona

„Wir lagen vor Madagaskar“, eingeleitet in der Umdichtung auf Corona von Richard Arnold, ertönte mit Inbrunst im vollen Sound des Publikums. Da störten auch nicht die wummernden Bässe der Disco auf der Terrasse des Hotel am Remspark nebenan.
Udo Lindenbergs „Komm, wir ziehen in den Frieden“ stand zwar nicht im Liederheft, wurde aber hingebungsvoll mitgesungen. Überhaupt, eines wurde deutlich, das Publikum war voll dabei: Alle Strophen mit gleicher Power, bei einigen Liedern wurden sogar Zweit- und Drittstimmen gesungen. Fast hymnisch Cat Stevens „Morning has broken“.

Sie verfügen beide über das komödiantische Gen wie OB und Ramona Kunz-Glass auf der Bühne zu „Rote Lippen muss man küssen“ bewiesen: Ramona zog den Lippenstift, der OB hielt erwartungsvoll die Wange hin, um dann blitzschnell ihre Lippen zu streifen. Das Publikum war begeistert.

Im Programmheft blieben viele Lieder ungesungen, denn um 17 Uhr war die Hymne „Mir im Süden“ voll Lob fürs Schwabenland im ganzen Remstal dran. Doch erst mit dem „Alois“ endete „Remstal singt“ in Gmünd. Belohnt wurden die Sänger des Liederkranz für ihren Einsatz mit einem Liederbuch für Chöre. Seinen Dank formulierte OB Arnold so: „Ein richtig schöner Nachmittag voller Glückshormone!“

„Remstal singt“ in Waldstetten.

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