Stadt unterbreitet dem TSB Kompromissvorschlag

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Kommt Bewegung in den Konflikt um den Sportpark des TSB Gmünd? Foto: Tom
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Bürgermeister: Wollen rasche Klarheit ermöglichen. Vorstandsmitglied: Mitglieder werden entscheiden.

Schwäbisch Gmünd. Entscheidet sich der Streit zwischen dem TSB Gmünd einerseits und andererseits dem Architekten Christof Preiß sowie dem Rechtsanwalt Werner Deininger doch nicht vor Gericht?

Die Stadtverwaltung hat dem Verein jedenfalls einen Kompromissvorschlag vorgelegt. Dem Vernehmen nach soll der Verein den Streitparteien danach noch Zahlungen in der Größenordnung von einer Million Euro leisten. Die Forderungen,über die bisher gestritten wird, liegen wohl in der Dimension von 3,2 Millionen Euro. Für Verärgerung im Verein hatte außerdem gesorgt, dass die Stadt dem TSB zugesagt hatte, das vom Verein geplante Sportzentrum im Laichle um einen Fußballplatz zu ergänzen. Später zog die Verwaltung diese Zusage mit Verweis auf die schlechte städtische Finanzlage wieder zurück.

Und nun kam der Kompromissvorschlag aus dem Rathaus. Über dieses Papier hat die Spitze des TSB am Mittwochabend beraten, das bestätigte Vorstandsmitglied Ernst Heidler im Gespräch mit der Gmünder Tagespost. Klar ist aber offenbar, dass die Stadtverwaltung darauf nicht so schnell eine Antwort bekommen wird. Zwar, so Heidler, habe der Vorstand dem Oberbürgermeister für Ende September ein Gespräch angeboten. Aber dieses Treffen sei dafür gedacht, die Hintergründe abzuklären. So sei der Vorstand interessiert zu erfahren, wie es zu diesem Vorschlag kam. Der TSB-Vorstand habe das Kompromisspapier den beiden Anwälten weitergleitet, die den Verein in dieser Angelegenheit beraten. Die sollen nun ihre Einschätzung zu dem Vorschlag abgeben.

„Rasche Sicherheit“

Die beiden Juristen sollen auch bei der für Mitte Oktober angesetzten Hauptversammlung des Vereins den Mitgliedern für Fragen zur Verfügung stehen. Die Mitglieder sollen letztlich ein Votum abgeben, wie der Verein auf den Kompromissvorschlag reagieren soll, sagt Ernst Heidler . Parallel zu diesen nun laufenden Gesprächen hat der Verein ein juristisches Verfahren gegen Architekt Preiß und Rechtsanwalt Deininger eingeleitet, um vor Gericht die Rechtmäßigkeit der Forderungen der beiden Parteien klären zu lassen. Christoph Preiß sagt dazu, diese Zahlungen seien vom Vorstand des TSB festgelegt worden.

Die Stadt habe diesen Kompromiss erarbeitet, um dem Verein rasche Rechtssicherheit statt langer Ungewissheit zu ermöglichen, sagt Sportbürgermeister Christian Baron über den Vorschlag. Die Stadt habe schon gut eine Million Euro in das Projekt investiert und sei an dessen Erfolg interessiert. Deshalb habe sie den möglichen Kompromiss mit den Rechtskontrahenten des Vereins erarbeitet. Für den fehlenden Fußballplatz, den der Vereinsvorstand der Stadt vorwirft, könne sie keinen Kompromiss anbieten: Das Geld dafür sei einfach nicht da, sagt Christian Baron. ⋌⋌                         ⋌Wolfgang Fischer⋌

Der TSB hat sein Anwesen an der Buchstraße verkauft und plante, mit dem Erlös ein Sportzentrum im Laichle zu bauen. Doch angesichts der offenen Forderungen sieht der Verein derzeit keine Klarheit über seine finanzielle Lage.

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