Stetig gewachsene Krippe

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Jahr um Jahr hat eine Gruppe Väter von Kommunionkindern hölzerne Krippenfiguren zur Waldweihnacht beigetragen, die den besonderen Rahmen zur adventlichen Andacht in Wetzgau bilden.

Die Waldweihnacht in Wetzgau stimmt mit einer nachdenklichen Andacht im besonderen Rahmen auf die kommenden Festtage ein.

Gmünd-Rehnenhof/Wetzgau

Seit 1986 feiert die katholische Kirchengemeinde St. Maria Wetzgau/Rehnenhof die Waldweihnacht. 1997 fand sich eine Gruppe Väter von Erstkommunionkindern zusammen, um bleibende Figuren für die Waldweihnacht aus Holz anzufertigen, berichtet der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats St. Maria Wetzgau-Rehnenhof, Alexander Trautmann.

Zuerst entstanden Maria, Josef und das Jesuskind, im Jahr darauf folgten Ochs und Esel sowie der Stall. Dann Hirten und Schafe, der Stern von Bethlehem und der Engel. Sie wurden im Lauf der Zeit um zwei Könige, einen Elefanten, ein Pferd und ein Kamel ergänzt. Die Königin wurde der Krippe 2008 hinzugefügt, der sie begleitende Löwe folgte im Jahr darauf. Mit ihrem letzten Einsatz in ihrer 20-jährigen "Waldweihnachtskarriere" gestalteten Andi Mönch, Leonhard Schenk, Manfred Schlumpp und Alex Wurst den dritten König und legten die weitere Organisation in die jüngeren Hände des Sachausschusses Jugend der katholischen Kirchengemeinde.

Die Tierfiguren und der mächtige hölzerne Stern warteten am Samstag unterm Weihnachtsbaum am Kirchplatz vor St. Maria Königin auf die zahlreichen Besucher, die Pfarrer Markus Schönfeld begrüßte. Die vorweihnachtliche Andacht sei ein Zeitpunkt, um sich bewusst zu machen: "Wir stehen kurz vor Weihnachten in einem Jahr, das uns lange im Gedächtnis bleiben wird." Das Bläserensemble der Jugendband der Seelsorgeeinheit Limeshöhe umrahmte die Andacht. Schönfeld sagte, dieses Weihnachten werde still, für einige zu still. Anderen wiederum werde die Stille gut tun. In diesem Advent habe das Miteinander gefehlt, er sei die Zeit des Wartens auf Kontakt, Genesung und auf den Impfstoff. Über allem aber stehe das Warten auf "den einen der kommt" und damit das Warten belohnt.

Robin Kucher, Pauline Glania und Anne und Mia Berger bemerkten, dass auf Jesus' Wunschzettel sicher "Liebe, Rücksicht und die Zuwendung an Einsame" stehen. Sie hofften in ihren Fürbitten auf Weihnachtsfrieden für alle Menschen.

Vom Kirchplatz aus ging es zum "Bethlehem" der Weihnachtskrippe am Wetzgauer Ortsende. Kinder nahmen sich der hölzernen Tiere an, den mächtigen Stern trug ein junger Mann zur Krippe. Der musikalische "Stern über Bethlehem" begrüßte hier die Besucher. In der hereinbrechenden Dunkelheit erfuhren sie durch die Geschichte "Der letzte Weihnachtsbaum", dass es um mehr als das Fest für Geschenke und große Dekorationen geht. Stille, Nähe, Mitgefühl und der Wunsch zu teilen machen diese Tage aus.

"Bethlehem" liegt in Wetzgau bei der Wiese der Familie Feifel unterhalb der Kleintierzuchtanlage und kann noch bis Mitte Januar besucht werden.

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