Straßdorf: 21 Hektar neues Bauland anvisiert

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Straßdorfer Ortschaftsrat thematisiert neue Wohn- und Gewerbeflächen.

Gmünd-Straßdorf. Das Potenzial für bauliche Weiterentwicklung in Straßdorf, sowohl bezüglich des Gewerbes als auch der Wohnbebauung, wurde in der Ortschaftsratssitzung in den Fokus gerückt. Als Leiter des Amts für Stadtentwicklung ging Gerhard Hackner auf die zehnte Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Straßdorf-Süd ein. Dort soll durch einen parallel laufenden Bebauungsplan die rechtliche Voraussetzung für den Bau eines Bäckereibetriebs geschaffen werden. Die Fläche umfasst insgesamt 1,3 Hektar und sei „quasi ein Lückenschluss“ vom bestehenden Baugebiet hin zur Landesstraße in Richtung Rechberg, erklärte Hackner. Rings um die Fläche werde es einen Grünstreifen geben, der das Grundstück einrahmt.

Rat stimmt zu

Ebenfalls im Bebauungsplan findet sich ein Kreisverkehr, der auf der Landesstraße gebaut wird. Dieser soll als „Geschwindigkeitsbremse fungieren“, beschrieb Hackner.    Bereits einige Male im Gremium diskutiert, gaben die Ortschaftsräte um Werner Nußbaum grünes Licht für den Feststellungsbeschluss. Der Ortsvorsteher bezeichnete die Abstimmung als „notwendige Folge“, nachdem der Aufstellungsbeschluss im Dezember 2021 erfolgt war. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Kreisverkehr im selben Zeitraum erstellt werden kann wie das Backhaus. „Die Kosten sind im Haushalt eingestellt.“

Keine „Luagabeidl“

Wie die bauliche Entwicklung bis zum Jahr 2035 in Straßdorf aussehen könnte, stellt sich im Flächennutzungsplan dar, der aktuell erstellt wird. Hackner informierte, dass es unterm Strich, nach vielen Untersuchungen, 21 Hektar Bauland für Straßdorf geben soll. Nämlich 0,4 Hektar und 0,8 Hektar in Metlangen und Reitprechts als potenzielle Flächen, sechs Hektar im „Emerland III“, zehn Hektar im Bereich „Stöcke“, quasi angrenzend an die Wohnbebauung gegenüber der Landesstraße, wo das Gewerbegebiet Straßdorf-Süd“ liegt.

Zudem zeigt sich im Plan eine Fläche unterhalb von „Stöcke“, die mit 4,1 Hektar die Bezeichnung „Gewerbe Göppinger Straße“ hat. Diese ist allerdings rot markiert, was bedeutet, dass es für die Realisierung mehrere erschwerende Dinge gibt. Etwa, die fehlende Erschließung, Artenschutz und mehr. Dennoch wird die Fläche im Flächennutzungsplan markiert. Klare Ablehnung gab es vom Gremium zu einer Erweiterung „Käppelesäcker V“. Nußbaum argumentierte: „Sonst sind wir Luagabeidl“, sprich, man habe der Bürgerschaft versichert, dass es in diesem Gebiet keine weiteren Bauflächen geben wird.

Neuer Spielplatz

Hackner sagte, dass das Planwerk zwei Mal öffentlich ausgelegt wird, wobei mit Sicherheit noch viele Anregungen seitens Behörden und Bürgerschaft eingehen werden. Ein Satzungsbeschluss ist erst für Ende 2023 vorgesehen. Die Ortschaftsräte fassten zudem den Baubeschluss für einen Spielplatz im Baugebiet „Käppelesäcker“. Auf einer Fläche von 764 Quadratmetern werden Spielgeräte für Kinder unter und über drei Jahren bereitgehalten. Lina Weinberger und Sibylle Klaus vom Garten- und Friedhofsamt erläuterten die Planung. 150 000 Euro werden investiert.

Neues Bürgermobil

Das Gremium war sich einig, dass 10 000 Euro aus dem Topf für  bürgerschaftliche Aktionen zugunsten eines neuen Bürgermobils fließen werden. Weitere 10 000 Euro kommen laut Nußbaum aus dem Förderverein.

Bruno Bieser informierte als DRK-Kreisgeschäftsführer, dass eine Neuanschaffung rund 40 000 Euro kosten wird. Ebenfalls bezuschusst aus dem gleichen Topf werden neben zehn Vereinen und Institutionen auch die Anschaffung für eine Skulptur des Metlanger Künstlers Andreas Futter für 10500 Euro, für ergänzende Ausstattung der öffentlichen Grünanlage bei der Gemeindehalle 5000 Euro und 1000 Euro für die Herstellung eines neuen Maibaum-Aufstellplatzes in Reitprechts.

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