Das eingezwängte Mädchen

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Genießt die Weite bei Straßdorf, den Rechberg und den Hohenstaufen im Rücken: Fritz Nuss' "Hirtin".
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Die Skulptur des Künstlers Jakob Wilhelm Fehrle hat einen neuen Platz an Straßdorfs Ortsrand zwischen Verkehrsschild und Erdhügel erhalten.

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf

Zwölf Werke gehören mittlerweile zu Straßdorfs "Wegen zur Kunst". Der im Jahr 2002 von Wolfgang Hämmerle initiierte Skulpturenpfad ist eine der Attraktionen des Gmünder Stadtteils oberhalb des Remstals und unterhalb des Rechbergs. Die Werke, die ein Stück weit Gmünds Künstlerszene des 20. Jahrhundert spiegeln, genießen auf der Straßdorfer Höhe die Weite zwischen Berg und Tal. Oder besser: genossen. Eine Skulptur tut dies nicht mehr. Jakob Wilhelm Fehrles "Mädchen" war eine der ersten Skulpturen des Pfades. In den frühen Jahren der "Wege zur Kunst" stand das "Mädchen" gut hundert Meter westlich der Kapelle am Straßdorfer Ortseingang. Fernab von Häusern. Inzwischen ist Straßdorf gewachsen. Auf den Käppelesäckern sind in mehreren Abschnitten Bauplätze entstanden. Das "Mädchen" musste unlängst weichen, um nicht unter den Erschließungsarbeiten zu leiden. Nach deren Erledigung erhielt die Skulptur wieder einen Platz. Allerdings nicht wie dereinst am Rande des freien Feldes. Sondern zwischen Verkehrsschild und Erdhaufen. Dort schmerzt ihr Anblick die unzähligen Spaziergänger und Kunstliebhaber, die die "Wege zur Kunst", ob geschlossener Museen und Galerien, als Kunstgenuss unter freiem Himmel entdecken.

Vermisst die Weite bei Straßdorf, eingezwängt zwischen Verkehrsschild und Erdhaufen: Jakob Wilhelm Fehrles "Mädchen" auf den Straßdorfer "Wegen zur Kunst".

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