Delfintherapie, Bällebad und eine Kletterwand für Nic

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Das Tablet der Klosterbergschule ist der größte Schatz für Nic. Hier mit seiner Mutter Cornelia Perkovic und dem Gründer des Vereins "Hilfe für Nic", Stephan Häberle. Der Verein feiert im Juli sein zehnjähriges Bestehen.

Seit zehn Jahren kümmert sich der Verein "Hilfe für Nic" um das Wohl des jungen Straßdorfers Nic Perkovic.

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf

Nic kann schelmisch grinsen. Aber auch sehr konzentriert schauen. Vor allem, wenn er auf eine Frage antwortet. Nicht verbal, sondern über das Zeigen eines passenden Symbols auf seinem Tablet. Das hat er in der Schule bekommen. "Es ist eine unglaubliche Bereicherung für die Kommunikation", schildert seine Mutter Cornelia Percovic. Ja, Nic besucht seit 2015 die Schule. Genauer gesagt eine Außenklasse der Klosterbergschule an der Römerschule in Straßdorf. Er liebt sie. "Und hasst Ferien", stellt seine Mutter fest, während sie von den Sonderpädagogen schwärmt. Dass er Ferien hasst, unterscheidet ihn von anderen Schülerinnen und Schülern. Und noch etwas. Der heute Zehnjährige kam mit einem Gendefekt zur Welt. Dieser hat eine dauerhaft verlangsamte Entwicklung der Lernfähigkeit zur Folge. Es handelt sich um das Cornelia-de-Lange-Syndrom. Besuche bei Logopäden und Ergotherapeuten sind für den kleinen Nic Alltag. Er kommuniziert über Gebärden.

Für seine Eltern Cornelia Perkovic und Karl-Heinz Donhauser ist er das ganze Glück. Sie geben alles, damit ihr Filius ein so normales Leben wie möglich führen kann. Bestärkt und unterstützt werden sie dabei von Mitgliedern eines Vereins, der eigens für den Jungen aus Straßdorf gegründet wurde. Nach seiner Geburt. Daher feiert der Verein "Hilfe für Nic" jetzt auch sein zehnjähriges Bestehen. Gründer ist Stephan Häberle, Freund und Nachbar der Familie Perkovic. Viel hat der Verein bereits für den kleinen Nic initiieren können. Etwa bereits drei Delfintherapien. Kostspielig, aber sehr effektiv für den Bub. "Der Umgang mit den Delfinen lockert ihn, löst Blockaden. Die nächtlichen Angstzustände werden abgeschwächt und er ist allgemein einfach besser konstituiert", beschreibt seine Mutter. Jetzt steht wieder eine Therapie an. Die Kosten dafür liegen im fünfstelligen Bereich. Ohne die Spenden sei dies schlicht nicht möglich, macht die Mutter deutlich.

Außerdem geben sich momentan die Handwerker in Nics Elternhaus die Klinke in die Hand. "Wir richten ein Therapiezimmer für ihn ein. Nach langer Überlegung haben wir beschlossen, dass wir das finanziell stemmen wollen", kündigt Cornelia Perkovic an. In enger Absprache mit seinen Therapeuten wird es darin Installationen geben, die ihm für Motorik und Selbstbewusstsein sowie allgemeine Gesundheit viel bringen. Etwa ein Bällebad, eine Kletterwand und Ähnliches. Denn nur durch tägliche Übung kann der Gesundheitszustand von Nic, etwa bezüglich des Bewegungsapparats, aufrechterhalten werden. "Und wir brauchen dafür einfach mehr Platz", schildert die Mutter. Im Rücken hat sie den Verein. "Wir wissen, dass Nic uns braucht und sammeln weiter Spenden", macht der heute zweite Vorsitzende und Gründer Stephan Häberle klar. "Und wir denken immer positiv", hofft er auf weiterhin viel Unterstützung für den Jungen.

Wir wissen, dass Nic uns braucht und sammeln weiter Spenden.

Stephan Häberle, Gründer des Vereins "Hilfe für Nic"

Informationen über den Spendenverein "Hilfe für Nic" gibt es auf www.hilfe-fuer-nic.de.

Spendenkontonummer bei der BW Bank: IBAN DE11 60050101000137901.

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