Ein begehrter Platz zum Wohnen

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In den vergangenen fünf Jahren ist die Einwohnerzahl von Straßdorf um rund 300 auf 4000 gestiegen. Die bauliche Weiterentwicklung ist im Fokus.

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf

Gerade ist die Erschließung des vierten Abschnitts von den "Käppelesäckern" abgeschlossen. Mit 57 Bauplätzen ist es das aktuell größte Neubaugebiet. Und auf die Frage, wie der Absatz ist, kommt die Antwort vom Amtsleiter für Stadtentwicklung, Gerhard Hackner, prompt: "Alle weg." Allein dieser Abschnitt sorgt dafür, dass Straßdorf rund 150 neue Einwohner erhält. Und die Stadt legt Wert auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Baulands in Straßdorf. "Wir haben aktuell schon wieder neue Bauland-Möglichkeiten unter der Lupe", berichtet Gerhard Hackner. Vor allem sehe die Stadt im süd-südwestlichen Bereich von Straßdorf Baupotenzial.

Seit im Jahr 2000 die Gesamtplanung für das Baugebiet "Käppelesäcker" erarbeitet wurde, erfolgte die schrittweise Erschließung bis hin zum nunmehr vierten Bauabschnitt. Doch jetzt sieht Hackner dort für die Zukunft kein weiteres Entwicklungspotenzial. Allein in den vergangenen fünf Jahren stieg die Einwohnerzahl Straßdorfs von rund 3700 auf nunmehr 4000 an. Das ist auch gewollt, denn Straßdorf ist neben Bettringen und Herlikofen ein Siedlungsschwerpunkt für die Stadt Gmünd.

Warum Straßdorf so begehrt ist bei Bauherrschaften? Zum einen liege dies an der gut ausgebauten Infrastruktur, schätzt Hackner. Und viele Freizeitmöglichkeiten kommen dazu. Zum anderen lockt die Stadtnähe. Sowohl nach Gmünd wie auch nach Göppingen.

Alle weg.

Gerhard Hackner zu den Bauplätzen auf den Käppelesäckern in Straßdorf

Letzteres ist auch für die bauliche Weiterentwicklung im gewerblichen Bereich interessant, wie die aktuelle Situation zeigt. Denn die Firma Schmid Kuhn wird ihr Backhaus in Zukunft vom Lindenfeld nach Straßdorf verlegen. "Und die haben auch viele Kunden im Filstal", berichtet der Amtsleiter. Auf dem Lindenfeld gab es für das Unternehmen keine weitere Entwicklungschance. Um die rechtlichen Voraussetzungen für die Ansiedlung zu schaffen, wird gerade an der Aufstellung eines Bebauungsplans "Straßdorf-Süd, dritter Bauabschnitt" gearbeitet. Denn zum einen geht es um die Schaffung von Bauland, aber zum anderen auch um eine neue verkehrliche Situation. Denn an der Einmündung "Auf der Höhe" in die Landesstraße L 1159 wird ein Kreisverkehr angelegt. Bis 2021 wird der Bebauungsplan rechtskräftig sein. Und später einmal sollte dann die Trassenführung in Richtung Metlangen, die von den Bürgern Straßdorfs ersehnte sogenannte "Südtangente", erfolgen.

Auch das einstige Grau-Areal im Bereich "Emerland" bietet Potenzial. Hier soll eine Industriebrache revitalisiert werden. Allerdings gibt es für dieses große Unterfangen noch keine spezielle Zeitschiene. Im Besitz der Stadt, könnte auf der rund drei Hektar großen Fläche künftig auch Bauland geschaffen werden. Erst kürzlich sprachen sich die Ortschaftsräte dafür aus, in dem einstigen Firmengebäude eine weitere Kindergartengruppe für den Kindergarten "Emerland" einzurichten. Provisorisch, um den aktuell gewachsenen Betreuungsbedarf für die Jüngsten des Stadtteils Straßdorf abzudecken.

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