Ja zum Bäckerei-Neubau in Straßdorf

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Straßdorf Industriegebiet Süd
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Warum der Ortschaftsrat es für sinnvoll hält, das Baugebiet Straßdorf Süd 3 zu erweitern - und so für Schmid-Kuhn Platz zu schaffen.

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf

Die Lücke zwischen dem Gewerbegebiet Straßdorf Süd und der Landesstraße nach Rechberg zu schließen, sei sinnvoll, führte Ortsvorsteher Werner Nußbaum in eine Thematik ein, die den Straßdorfer Ortschaftsrat seit rund einem Jahr beschäftigt. Auf die geplante Gewerbefläche möchte das Backhaus Schmid-Kuhn GmbH seinen Sitz verlegen. Alle bisherigen Beschlüsse seien einstimmig gewesen, wies Nußbaum darauf hin, dass das Gremium hinter der Planung stehe.

Auf einige Punkte ging der Ortsvorsteher genauer ein: Es werde keine Mehlsilos geben, „die die Landschaft verschandeln“, da sie ins Gebäude integriert werden sollen. Auch werde sich die Höhe des Backhauses an der der anderen Unternehmen orientieren und die neun Meter nicht überschreiten. Des Weiteren sei geplant, das ganze Areal grün zu gestalten, so dass sich das Landschaftsbild nur minimal verändere. Und durch ein klimagerechtes Flächenmanagement gebe es auch in diesem Bereich keine Nachteile für den Ortsteil. Außerdem gelte die Maßnahme als ausgeglichen durch geplante Hecken Richtung Schorren und das Waldrefugium „Degenfelder Wald“.

Der Verkehr werde zwischen zwei und acht Prozent zunehmen, doch das bestehende Hauptstraßennetz könne den zusätzlichen Verkehr aufnehmen, weshalb es auch aus verkehrsplanerischer Sicht keine Bedenken gebe. Nußbaums Fazit: „Es ist eine politische Entscheidung, ob wir den Plan wollen oder nicht.“

Im Anschluss ging Gerhard Hackner, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, ebenfalls auf die Planung ein: Mit dem 1,67 Hektar großen Areal wolle man das Gewerbegebiet zum Abschluss bringen. Von der Fläche seien 10 000 Quadratmeter Gewerbegrundstück, der Rest werde privates und öffentliches Grün: Eine Eingrünung auf allen Seiten ist geplant. Außerdem soll ein bestehender Wassergraben umgeleitet und offen gestaltet werden. Einen großen Vorteil sieht er darin, dass die Infrastruktur bereits vorhanden ist. Dass landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden, das gebe die ideale Lage und der Wirtschaftsstandort her, so sein Fazit.

Anschließend ging Hackner auf die Einwände der Bürger ein, die größtenteils schon im zuvor Gesagten entkräftet wurden: Bei Geruchsentwicklung und Lärm müssten die Vorgaben eingehalten werden, und ein Wildtierkorridor werde nur am Rande tangiert. Er fasste zusammen: „Stadt und Unternehmen haben verschiedene Standorte geprüft, hier ist der beste und idealste.“

Auf Nachfrage ging Nußbaum genauer auf den ebenfalls geplanten Kreisverkehr ein: Klare Aussage seitens der Stadt sei, dass er voraussichtlich 2024 mit der Bebauung komme. Nach einer halben Stunde Beratung kam es zum Entwurfs- und Satzungsbeschluss: Mit elf Ja-Stimmen und einer Enthaltung sprach sich der Ortschaftsrat für die Änderung des Flächennutzungsplans aus und für die Erweiterung von Straßdorf Süd 3.

Nußbaum will neue Straßen

Als weiterer Tagesordnungspunkt folgte der Ausblick auf das kommende Jahr. Oberste Priorität werde die Weiterentwicklung des Baugebiets Stöcke haben, da in Straßdorf Bauplätze fehlen, so Nußbaum. Unabhängig von der Entwicklung des Baugebiets Stöcke müsse eine Straßenverbindung zwischen den beiden Landesstraßen auf den Rechberg und nach Göppingen geschaffen werden, um die Ortsmitte vom Durchgangsverkehr zu entlasten. In einem weiteren Schritt solle die Straßenverbindung zur B 29 fortgeführt werden, „weil dadurch Straßdorf und die Gmünder Innenstadt sehr wesentlich vom Durchgangsverkehr entlastet werden können“.

Es ist eine politische Entscheidung.“

Werner Nußbaum,, Ortsvorsteher

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