Neues Wohnquartier für Straßdorf

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Mit dem Spatenstich ist am Donnerstag im Straßdorfer Baugebiet "Käppelesäcker IV" der offizielle Startschuss für das neue Bauvorhaben der VGW Schwäbisch Gmünd gefallen. Rund zwölf Millionen werden investiert.
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Im Baugebiet „Käppelesäcker IV“ entstehen zwei Mehrfamilienhäuser, acht Reihenhäuser und vier Doppelhaushälften. VGW investiert zwölf Millionen Euro.

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf

Wenn wir jetzt keinen Spatenstich machen, stehen die Gebäude“, stellte VGW-Geschäftsführer Celestino Piazza am Donnerstag in Straßdorf fest. Grund: Es zeigen sich bereits Baugruben. Und so war es eher symbolischer Natur, dass Piazza, Oberbürgermeister Richard Arnold, Ortsvorsteher Werner Nußbaum und einige am Bau Beteiligte Fachplaner, Bauunternehmer und Architekten zum Spaten griffen.

Somit ist nun endlich der Startschuss für das VGW-Bauvorhaben gefallen. Dabei handelt es sich quasi um ein ganzes Wohnquartier, wie VGW-Geschäftsführer Celestino Piazza betont. Schließlich geht es um zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 18 Wohnungen. Dazu gesellen sich noch acht Reihenhäuser und vier Doppelhaushälften. Erfreut registrierte Piazza beim Spatenstich, dass interessierte, künftige Bewohner des Quartiers sich beim Spatenstich einfanden. Wobei er bemerkte, dass noch keine Kaufverträge unterzeichnet seien. Grund hierfür sind die gestiegenen Materialkosten beim Bau.

„Wir wollen, dass sie alle auf der sicheren Seite sind bei der Finanzierung und möchten Interessenten nicht ins offene Messer laufen lassen“, begründete Piazza. Und dankte den künftigen Käufern dafür, dass sie mit Reservierungen einverstanden waren. Zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass man rechtzeitig die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben habe. „Es ist soweit alles eingetütet“, stellte er fest, dass sich die Preissteigerungen noch in Grenzen halten.

Besonderes Augenmerk sei bei allen Bauten, die nun entstehen werden, auf nachhaltiges und gesundes bauen und Wohnen gelegt worden. So wird etwa künftig ein gemeinsames Nahversorgungsnetz mit Wärme, Strom, Wasser und Glasfaser versorgt. Hinzu kommen Ladeinfrastrukturen für E-Mobile und E-Bikes. Ein Blockheizkraftwerk, eine Pelletsheizung und eine Photovoltaikanlage mit Speicher erzeuge dann alle Bewohner in ihren Wohnungen und Häusern nahezu CO2-neutral mit Wärme und Strom. Die technikzentrale wird sich im Untergeschoss der Mehrfamilienhäuser finden. Der Blick auf die Fläche zeigte, dass bereits der Erdaushub erfolgt ist.

Für die Mehrfamilienhäuser zeichnen die Architekten Klaiber & Oettle verantwortlich. Hier verfügen später einmal alle Wohnungen über einen Aufzug. Sowohl die Fassade als auch die Dächer werden begrünt. Wiederum das Architekturbüro Jürgen Bauer hat die Doppel- und Reihenhäuser geplant. Diese entstehen in monolithischer Bauweise. Die Häuser haben bereits alle ihre Eigentümer gefunden. Die Fertigstellung aller Bauten wurde von Piazza auf Herbst 2022 terminiert.

„Toll, dass so viele junge Familien herkommen“, freute sich der Oberbürgermeister. Und beschrieb Straßdorf als „Boom-Ort“, was das Bauen anbelange. „Schließt euch zusammen, werdet Hausgemeinschaften und Nachbarschaftsgruppen“, forderte er zum Miteinander auf. „Wir sind nur stark, wenn wir zusammenstehen.“

Ortsvorsteher Werner Nußbaum wünschte sich, dass auch Kindergarten und Schule für die jungen Familien, die nun nach Straßdorf ziehen werden, gewappnet werden. Zu den Mehrfamilienhäusern machte Nußbaum deutlich: „Man kann nicht mehr nur Einfamilienhäuser bauen. Das ist einfach nicht mehr zu machen.“ Dankbar registrierte er, dass rund 85 Prozent der neuen Bewohner aus Straßdorf stammen, beziehungsweise wieder dahin zurückziehen. Der VGW dankte er für das „zukunftsweisende und innovative Konzept“. Aber er führte auch die lange Warteliste an, die es für Wohnraum in Straßdorf gibt. Er forderte dazu auf, „die politische Aufgabe zu erfüllen und gleich ein neues Wohngebiet auszuweisen.“

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