Schwäbisches Mundart-Duo strapaziert die Lachmuskeln

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Liederkranz Straßdorf: Schwäbischer Abend 2022

„Achim & Hubbe“ kehren nach zweijähriger Corona-Pause zurück und bieten dem Publikum in der Straßdorfer Gemeindehalle einen humorvollen Abend.

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf

Auf Einladung des Liederkranzes Straßdorf gab's für Freunde der schwäbischen Mundart-Comedy einen humorvollen Abend in der Gemeindehalle. Zahlreiche Gäste wollten an diesem Abend dabei sein, als Achim & Hubbe nach mehr als zwei Jahren wieder einmal öffentlich in Straßdorf auftraten. Pünktlich legten die beiden mit ihrem Programm „Ha do koasch nemme“ los und die Gäste klatschten bereits beim ersten Titel „Heut‘ isch was los“ stehend mit. Achim alias Paula lüftete mal wieder ihr Kostüm und legte mit ihren schlanken Beinen manche Pirouette aufs Parkett. Hubbe begleitete die Lieder, welche zumeist von ihm getextet und komponiert wurden, souverän auf seiner wohlklingenden bauchigen Ovation-Gitarre. Dabei verriet er den Gästen, dass Paula eigentlich aus Degafeld, und nicht aus Straßdorf stamme. Als er in den Hafen der Ehe mit seiner Paula einbog, offenbarte er dem Publikum, wusste er leider nicht, dass dort ein Kriegsschiff vor Anker lag.

So entwickelte sich im weiteren Verlauf die Geschichte von Paula, die täglich bis spät in die Nacht vor dem Fernsehgerät sitzt und dafür morgens nicht mehr aus den Federn kommt. Ihr dominantes Verhalten bezüglich der TV-Fernbedienung, gemeinsame Erlebnisse von Paula und Hubbe beim Warmbadetag im Gmünder Hallenbad und ein Lied über den schwäbischen Rentnergruß strapazierten die Bauchmuskeln der Gäste.

Paula verriet die fünf Geheimnisse einer perfekten Beziehung und erzählte von ihren Träumen. Das Publikum wurde von den beiden Musikern ausgezeichnet ins Programm eingebunden. So sangen alle beim Reha-Song „Morgens Fango - abends Tango“ getrennt nach Männlein und Weiblein kräftig mit und hatten dabei Freude.

Welche Probleme es bereiten kann, wenn ein Plattfuß bei der gemeinsamen Fahrt mit einem Tandem auftritt, besang Hubbe in Radfahrmontur bei seiner Parodie auf Tom Jones „Sexbomb“, die von ihm kurzerhand in „Luftbomb“ umgetextet wurde.

In der Pause bewirtete das Wirtschaftsteam vom Liederkranz mit typisch schwäbischen Schmankerln die Gäste, die auch im zweiten Programmteil auf ihre Kosten kamen. Die Urlaubserlebnisse zweier Schwaben in Spanien und die „schlimmste“ Krankheit auf Erden, der Männerschnupfen, entzückte die begeisterten Zuschauer. Toll, dass Achim & Hubbe mit dem Titel von Ina Müller „Ich halt die Luft an“ auch auf das aktuelle weltpolitische Geschehen eingingen.

Die besonderen Schönheiten des Schwabenlands als Urlaubsregion und sein von Hubbe beschriebenes Pech in der Liebe führte geradewegs zu seinem neuesten Titel, der „Baiser-Torte“. Er schwärmte den Gästen so sehr von diesem Kuchen vor, dass am Ende des Programms für jeden ein Gratis-Versucherle dieses Kuchens bereitgestellt wurde.

Zum Abschluss des Programms überraschte Paula ihren Hubbe doch tatsächlich im Outfit von Tina Turner mit der Auszeichnung „Du bisch oifach dr Beschd“. Der Saal bebte und eine Konfettikanone ließ Paula in vollem Glanz erleuchten.

Natürlich durfte eine Zugabe nicht fehlen. Ihre Erlebnisse einer bereits geputzten Maschine und der Gruß an ihre Heimatstadt „I will hoim noach Schwäisch Gmend“ bildete den Programmabschluss eines wunderbaren Abends.

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