Straßdorf hat eine neue Mitte

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Werner Nußbaum, Gabi und Thomas Hörner, Christian Baron.
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Feierstunde zur Einweihung des Friedrich-Röther-Platzes in Straßdorf. Der Name erinnert an einen Straßdorfer, der DRK-Präsident und Landrat war.

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf

Mit Klängen von Hermann Dostals „Fliegermarsch“ eröffnete der Musikverein Straßdorf unter Leitung von Martin Pabst die Feierstunde zur Einweihung des Friedrich-Röther-Platzes. Er ist die neue Dorfmitte, so Ortsvorsteher Werner Nußbaum in seinem Grußwort, an dem sich Bürgerinnen und Bürger begegnen können.

Der Platz vor dem DRK-Haus mit der Stele, auf der alle Einrichtungen des DRK zu lesen sind, ist großzügig gestaltet mit Sitzbänken, Freitreppe und Kunstwerk. Christian Baron, Erster Bürgermeister und langjähriges Mitglied des Ortschaftsrats Straßdorf, hat intensiv an diesem Projekt mitgearbeitet.

„Ein pulsierendes Herz“

Es habe lange Überlegungen gegeben, wie man die Ortsmitte in Straßdorf gestalten könne. Denn wie der Name schon sage, „es ist ein Ort an der Straße“, der auseinandergezogen sei. Nun habe man aber mit der Ortsmitte einen geografischen Mittelpunkt geschaffen, „ein pulsierendes Herz“, so Baron. Es sei nicht leicht gewesen, diesen Platz Struktur zu verleihen. Aber mit einem Belag aus Muschelkalk, der Beleuchtung und Brüstung sei „der Platz richtig toll geworden.“

Für den DRK-Kreisverband habe dieser Ort mit seinem großen Angebot eine hohe Bedeutung. In diesen neuen Mittelpunkt des DRK habe man 15 Millionen Euro investiert. Der Name des Platzes, so Baron, sei „Röther zu Ehren und Straßdorf zur Freude“ gewählt worden. Der Straßdorfer Friedrich Röther war von 1961 bis 1989 Präsident des DRK-Kreisverbandes Schwäbisch Gmünd, von 1961 bis 1972 Landrat von Gmünd. Er hatte sich stets für ein Straßdorfer Ortszentrum eingesetzt. Nach seinem Tod vererbte er Haus und Grundstück dem DRK für ein Zentrum in Straßdorfs Mitte. Das war auch Motivation fürs Durchhalten im 25-jährigen Ringen um dieses Projekt.

Der Straßdorfer Künstler Rolf Haug schuf ein Kunstwerk, das aus drei Stelen besteht. Sie symbolisieren mit Mann, Frau und Kind die Familie. Aus Beton aufgebaut und anschließend geschliffen zeigt das Kunstwerk in abstrakter Form drei menschliche Gestalten, die spannungsreich angeordnet beieinanderstehen. Thomas Hörer hat die Skulptur dem Förderverein Straßdorf überlassen mit einer großzügigen Unterstützung. Rolf Haug, durch eine Kriegsverletzung erblindet, widmete sich in großer Zurückgezogenheit der Malerei und Bildhauerei.

In ökumenischer Gemeinschaft segneten die Pfarrer Jörg Krieg und Andreas Braun den Platz. Mit dem Bibelspruch aus Johannes 14 erinnerte Pfarrer Krieg daran, dass es dort heißt: „Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen.“ Plätze seien Orte der Begegnung, die Nähe schaffen, Menschen zusammen kommen lassen und so Zentrum des Lebens seien. Sie sorgen für Geborgenheit und Sicherheit. Pfarrer Andreas Braun segnete den Platz mit Weihwasser. Mit Gebet und Segen schloss dieser Teil der Eröffnungsfeier ab.

Ein Stück Vergangenheit rief Wilhelm Lienert auf. Er hatte es übernommen, die Aufzeichnungen von Dr. Jens Frohne zum „Milchhäusle“ in Straßdorf in Buchform zu bringen. Ein lang andauerndes Unterfangen, denn die Aufzeichnungen waren sehr umfangreich. Nun liegt eine interessante 35-seitige Broschüre vor, die „Jahrzehnte bewegter Geschichte“ um das Straßdorfer Milchhäusle und seine bäuerlichen Lieferanten dokumentiert.

Festakt mit vielen Gästen

Der Festakt, von vielen Gästen besucht, ließ durch spannende Einblicke der Redner und Vorträge des Musikvereins fast vergessen, dass direkt dahinter der Samstagsverkehr unvermindert weiterfloss.

Röther zuEhren und Straßdorf zurFreude.“

Christian Baron,, Bürgermeister

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