Straßdorfs neues schlagendes Herz

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Das Pflege- und Dienstleistungszentrum "Haus Kaiserberge" des DRK in der Straßdorfer Ortsmitte soll ein offenes Haus sein und zur Begegnung der Straßdorfer dienen.

Nach zwei Jahren Bauzeit wird das neue Pflege- und Dienstleistungszentrum "Haus Kaiserberge" des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Straßdorfer Ortsmitte eingeweiht.

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf

Das geplante große Fest auf dem neuen Straßdorfer Dorfplatz zur Einweihung des Pflege- und Dienstleistungszentrums "Haus Kaiserberge" des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) musste aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden. Die Einweihung sollte im Innenhof des neuen Gebäudes gefeiert werden. Doch Petrus vergoss gleich zu Beginn "Freudentränen". So versammelten sich die Ehrengäste und Festredner im Inneren des Gebäudes.

Aus den Fenstern begrüßte eine Abordnung des Musikvereins Straßdorf unter der Leitung von Martin Pabst die Gäste mit der "Straßdorfer Hymne". Dr. Joachim Bläse, Präsident des Gmünder DRK-Kreisverbands und Gmünds Erster Bürgermeister, zeigte seine Freude darüber, "den Meilenstein in der Geschichte des Gmünder DRK" feierlich eröffnen zu können. Das neue Gebäude umfasst zwölf Plätze für eine ambulante Tagespflege älterer Mitbürger sowie 60 stationäre Plätze. Fünf Wohnungen stehen Mietern zur Verfügung. 15 Millionen Euro hat das DRK für das "Haus Kaiserberge" investiert. In dem neuen Gebäude sind ein Ärzte- und Therapiezentrum sowie das Büro der DRK-Quartiersmanagerin Andrea Demsic mitsamt der Begegnungsstätte integriert. Das Straßdorfer Bürgermobil hat hier jetzt ebenso seinen Sitz wie die Kreissparkasse. Dies alles mache das "Haus Kaiserberge" zu einem "offenen Haus der Begegnung für alle Straßdorfer", sagte Joachim Bläse.

Landrat Klaus Pavel zeigte sich erfreut, dass dieses "beispielhafte Vorhaben jetzt der Bürgerschaft übergeben wird". Die letzten Wochen demonstrierten, dass die großartigen Hilfs- und Rettungsdienste im Ostalbkreis ein "fantastisches Netzwerk" bilden. Und "das DRK ist ein großer Knoten dieses Netzwerkes". Mit dem neuen Pflege- und Dienstleistungszentrum sei "ein Herzstück für Straßdorf und ein Sahnehäubchen für Gmünd" entstanden.

Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold gratulierte dem DRK zu dem "wunderbaren Bau – einem Schmuckstück". Er pries den Einweihungssamstag als "einen glücklichen Tag für Straßdorf". Hier seien neue Formen der Teilhabe gefunden worden, das Projekt habe daher "Pilotcharakter" und sei jetzt "das schlagende Herz Straßdorfs".

Ortsvorsteher Werner Nußbaum blickte zurück auf die Geschichte des Pflege- und Dienstleistungszentrums: Die Idee kam erstmals 1994 auf. Im September 2014 beschloss der DRK-Vorstand den Bau einer "neuzeitlichen stationären Einrichtung für Senioren mit öffentlicher Begegnungsstätte". Nußbaum beglückwünschte das DRK zu "diesem großen und mutigen Vorhaben", das durch die eindrucksvolle Baugestaltung das Dorfbild "positiv prägen wird".

Ein Herzstück für Straßdorf und ein Sahnehäubchen für Gmünd.

Klaus Pavel Landrat

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe blickte Architekt Volker Gunst auf vier Jahre der Planung und zwei Jahre Bauzeit zurück. Die Pflegeplätze und die Tagespflege gruppieren sich jetzt um den begrünten Innenhof. Mit viel Herzblut sei "eine hohe Wohnqualität mit viel Licht und Raum" entstanden. Der Architekt richtete den Blick in die Zukunft und auf den "zweiten Projektstein": ein angeschlossenes Gebäude für weitere 13 betreute Wohneinheiten.

Stellvertretend für alle Mieter drückte der Direktor der Kreissparkasse Ostalb, Markus Frei, seine Freude über das "Mehrwert-Modell" aus Pflege, Dienstleitung und medizinischer Versorgung aus.

Der Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Schwäbisch Gmünd, Steffen Alt, zeigte sich "außerordentlich froh" über die Einweihung. Dank der Corona-Krise habe die Fertigstellung des Baus bis vor Kurzem noch "in den Sternen gestanden". Steffen Alts besonderer Dank richtete sich an den ehemaligen Kreisgeschäftsführer und gleichzeitig Bauleiter des Projekts, Bruno Bieser, der frühzeitig und zukunftsweisend das Projekt in die Wege geleitet habe. Bereits im November 2020 könne mit dem Bau des zweiten Gebäudekomplexes begonnen werden, blickte Alt nach vorne.

Die Segnung der Einrichtung, "in dem das Alter geschätzt und geehrt wird", übernahm der katholische Pfarrer Andreas Braun, unterstützt vom evangelischen Pfarrer Jörg Krieg in einer ökumenischen Segensandacht.

Bei der Schlüsselübergabe (von links): Werner Nußbaum, Klaus Pavel, Richard Arnold, Joachim Bläse, Steffen Alt, Klemens Stöckle und Volker Gunst.
Andreas Braun (r.) und Jörg Krieg bei der Segensandacht.

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