Streit um Gehweg am Kindergarten in Ruppertshofen

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Das Gremium verweigert seine Zustimmung für die Planungen im Asternweg.

Ruppertshofen. Einen Gehweg am Kindergarten Asternweg vor oder hinter den Parkplätzen? Darüber konnte am Mittwoch im Gemeinderat Ruppertshofen keine Einigung erzielt werden. Vorangegangen war die Vorstellung des neu zu gestaltenden Eingangsbereichs des Kindergartens durch Planer Armin Stütz aus Mutlangen. Ein Zugang für die Kindergartenkinder und die Schüler zur Mensa müsse hergestellt werden, man habe bei der Planung auf die Beratungen im Gemeinderat aufgebaut. Zehn Stellplätze seien geplant gewesen „nur drei sind erforderlich“. Geplant sei eine Erweiterung des Zugangs, die es den Eltern erleichtert, ihre Kinder mit dem Auto abzuholen. „Momentan stehen die Eltern mit ihren Autos auf der Straße.“

Die Abholzeit der Kinder liege zwischen 13.30 und 14 Uhr, informierte Bürgermeister Peter Kühnl. Nicht alle Eltern würden mit dem Auto kommen. Der Außenbereich vor der Mensa soll einen größeren Vorplatz erhalten. Trotzdem könnten acht Stellplätze erhalten werden. Heinz Weller hält es für eine Zumutung, dass die Fußgänger hinter den parkenden Fahrzeugen laufen müssten. Dies habe der Bauausschuss so nicht beschlossen. Planer Stütz verwies auf den verkehrsberuhigten Bereich und die Möglichkeit, mit Schwellen oder Fahrbahnmarkierungen den Verkehr „auszubremsen“. Jörg Friedrichs erinnerte an die Begehung des Areals durch den technischen Ausschuss. Er fühle sich „verschaukelt“, keine Idee des Ausschusses sei bei der Planung berücksichtigt worden. Dem widersprach Kühnl. Lediglich der Weg entlang des Gebäudes sei in der Planung nicht berücksichtigt worden.

Alternativ schlug der Planer drei Längsparkplätze vor. Ein Gehweg könnte dann zwischen den Parkplätzen und dem geplanten Grünstreifen verlaufen. Birgit Maiers Vorschlag, den Tagesordnungspunkt zu vertagen und mit den Einflüssen des technischen Ausschusses eine neue Planung zu präsentieren, wurde einstimmig angenommen.

45 098 Euro möchte die Gemeinde in die Straßenunterhaltung investieren. „Weitere 5000 Euro in Kleinmaßnahmen“, informierte der Bürgermeister. Die Maßnahmen umfassen Jakobsberg, Friedhofstraße, Höll, Werner-von-Siemens-Straße, Mozartstraße, Boschenhof und Käppelesberg. Der „dickste Brocken“ würde hierbei der Jakobsberg mit 27 693 Euro werden. Der hier von Heinz Weller erhobene Einwand, der Jakobsberg befinde sich als Privatweg nicht in Gemeindehand, erregte den Unmut im restlichen Gremium. Weller hätte diese Informationen bereits bei der Begehung des technischen Ausschusses herausgeben könne., Friedrichs empfand es als „keinen schönen Stil, solche Informationen vor dem Gremium zurückzuhalten“. Mit diesem „ans Messer liefern“ mache man sich gegenseitig das Leben schwer. Das Gremium einigte sich auf Folgendes: Sollte der Jakobsberg in Privatbesitz sein, wird er von der Planung ausgenommen.

Die Erhöhung der Kindergartengebühren wurden in der Julisitzung nicht beschlossen, da die Anhörung des Elternbeirates zu dieser Zeit noch nicht erfolgt war. Dies ist in der Zwischenzeit geschehen. Dem Vorschlag einer Erhöhung um 2,9 Prozent schloss sich der Gemeinderat am Mittwoch an.Andrea Rohrbach

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