Stützpunkt in Gmünd fürs Impfen bleibt

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Impfzentrum Bocksgasse
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Entwicklung der Pandemie im Herbst ungewiss. Die Kreisverwaltung will gut vorbereitet sein.

Schwäbisch Gmünd. Der Impfstützpunkt des Ostalbkreises in der Gmünder Bocksgasse bleibt mindestens bis Ende September. Dies sagt Kreisimpfarzt Dr. Peter Schmidt auf Anfrage der Gmünder Tagespost. Perspektive sei dabei, dass der Stützpunkt auch danach in der Bocksgasse betrieben wird, um gut auf den Herbst vorbereitet zu sein. „ Wir möchten die bestehenden Strukturen erhalten, vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und der Aussicht auf den Herbst und möglicherweise steigende Zahlen“, erläutert dies Katharina Oswald, persönliche Referentin des Landrates.

Als der Impfstützpunkt im April 2022 vom Stadtgarten in die Bocksgasse 2 zog, kamen täglich etwa 30 bis 50 Bürger. Aktuell sind es in Gmünd und in Aalen, auch aufgrund der Sommerferien, etwa 15 pro Tag und Stützpunkt. Schmidt geht jedoch davon aus, dass die Zahlen wieder steigen werden. Denn inzwischen hat auch die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Empfehlung ausgesprochen an über 60-Jährige und Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, sich ein viertes Mal impfen zu lassen. Schmidt geht auch von höheren Zahlen aus, weil der an die Omikron angepasste Impfstoff „für Anfang September, spätestens Ende September“ angekündigt sei.

Im Rückblick sieht der Kreisimpfarzt bei den Bürgern eine Verunsicherung. Begründet war diese in der Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA der Europäischen Union, die im Juli eine vierte Impfung empfohlen hatte. Damals hatte die Stiko diese noch verneint. Dieses Pendeln stelle die Planungen vor Herausforderungen, sagt Schmidt. Zumal niemand genau wisse, wie sich Corona im Herbst entwickle. Schmidt verweist dabei auf die Corona-Zahlen im Sommer, mit denen so zunächst niemand gerechnet hatte. Den Impfstützpunkt vergleicht der Mediziner mit der Feuerwehr: Man sei froh, dass man sie habe. Und gleichzeitig froh, wenn man sie nicht nutzen müsse. Und er fügt hinzu: Noch immer gebe es Menschen, auch in vulnerablen Gruppen, die sich noch nicht mit dem Virus infiziert hatten und die noch ungeimpft seien. Michael Länge

Der Impfstützpunkt in der Gmünder Bocksgasse 2 ist dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Impfungen sind ab 12 Jahren möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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