Geistlicher Impuls

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Gerade im Sommer ist es wohltuend, die Schwelle einer Kirche zu übertreten. Die Kühle umarmt einen, der Geruch von alten Kirchenmauern steigt in die Nase und das eher dämmrige Licht schafft Ruhe für die Augen.

Gerade im Sommer ist es wohltuend, die Schwelle einer Kirche zu übertreten. Die Kühle umarmt einen, der Geruch von alten Kirchenmauern steigt in die Nase und das eher dämmrige Licht schafft Ruhe für die Augen. Die Kirchen in und um Schwäbisch Gmünd sind meist täglich geöffnet. Sie laden ein, einzutreten in die Stille und Ruhe. Als Pfarrerin trete ich oft über die Schwelle unterschiedlicher Kirchen. Meist im Stechschritt und mit meinem Talar unter dem Arm, zielstrebig auf die Sakristei zugehend. Vor Kurzem habe ich die katholische Johanniskirche mitten in Schwäbisch Gmünd das erste Mal betreten. Keine Stühle, keine Bänke – man kann den gesamten Raum durchschreiten. Wunderschöne Wandbemalungen prangen in herrlichen Farben. Der Chorraum zieht mich wie magisch an. Ich spüre wie die Schönheit der Kirche mich durchdringt. Ich spüre ebenfalls, dass ich mich seit Langem danach gesehnt habe, Kirche auf diese Weise zu erleben. Da fällt mir ein Vers aus Psalm 62 ein: "Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft." Leise singe ich diesen Vers vor mich her. Wie wohltuend ist es in der Geborgenheit Gottes Ruhe für meine Seele zu finden. Pfarrerin Carolin Enderle, Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd.

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