Testpflicht auch an Kitas?

  • Weitere
    schließen
+
Symbolbild
  • schließen

OB Richard Arnold wirbt dafür, Regeln einzuhalten. Denn mit weniger Fallzahlen werden mehr Freiheiten möglich.

Schwäbisch „Die Inzidenz ist jetzt die allein ausschlaggebende Zahl“, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold, als er im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats auf das Thema Corona eingeht. Dies zu kritisieren, helfe nicht weiter. Schwäbisch Gmünd habe vergangene Woche eine Sieben-Tage-Inzidenz von 99 gehabt. Seither stiegen die Fallzahlen auch in Gmünd – mit Schwerpunkt in der Südstadt. Am Montagabend habe die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche in Gmünd bei 153 gelegen. Doch die entscheidende Zahl sei die Inzidenz des Kreises, die nach wie vor deutlich über 200 liegt. Mit dieser Inzidenz seien „handfeste Folgen“ verbunden. Die Kommunen hätten keine Handhabe mehr angesichts des Bundesinfektionsschutzgesetzes, das am Samstag in Kraft treten soll, sowie der bereits gültigen Landesverordnung, kritisiert er. Bei über 165 Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100 000 Einwohner gebe es demnach keinen Präsenzunterricht an Schulen. Unter 150 sei Einkaufen nach Terminvereinbarung mit einem negativen Corona-Test erlaubt. Doch „unter 100 haben wir viel mehr Möglichkeiten und Freiheiten“, wirbt der OB dafür, die Kontaktbeschränkungen einzuhalten. Zumal: „Existenzen hängen an diesen Inzidenzen.“

Seit Mittwoch gebe es in den Kindertageseinrichtungen nur noch Notbetrieb. Die Stadt verzichte dabei auf Arbeitgeberbescheinigungen, ergänzt Erster Bürgermeister Christian Baron. Etwa 50 Prozent der Kinder seien nun in den Einrichtungen. Die Eltern seien darauf angewiesen, dass es funktioniert, betont der OB: Da helfe es niemandem, wenn Eltern ihre Kinder mit Symptomen oder ohne negativen Coronatest in die Kita schicken. Daher stimme die Stadt derzeit mit dem Kreis ab, eine Testpflicht an Kitas einzuführen. Denn es gebe regelmäßig Virusübertragungen in den Kitas und Schulen, sagt Christian Baron. So gelange das Virus in die Familien. Auch die Schließung von Einrichtungen sei die Folge.

BL-Stadträtin Brigitte Abele fragt, ob die Ausgangssperre kontrolliert werde. Diese gelte nun seit einer Woche, antwortet der OB. Bei Kontrollen seien 20 Verstöße geahndet worden. Die Betroffenen müssten Bußgelder bezahlen. Julia Trinkle

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL