Thomas Sachsenmaier hofft auf die richtigen Fragen

+
Die Gmünder Thomas Sachsenmaier (r.) und Simon Ihlenfeldt auf dem Weg zu "Wer wird Millionär", wo es Sachsenmaier zwar auf den Kandidatenstuhl schaffte, bisher aber Pech mit den Fragen hat.
  • schließen

Bei „Wer wird Millionär?“ hat der aus Gmünd stammende Radiomoderator eine Pechsträhne. Und denkt zuallererst an eine Omi.

Schwäbisch Gmünd/Köln

Genau 4,71 Sekunden brauchte der aus Gmünd stammende Thomas Sachsenmaier, um vier Herausforderungen an Angela Merkel chronologisch zu sortieren, damit saß er Günther Jauch bei der aktuellen Ausgabe der RTL-Wissensshow „Wer wird Millionär“  (WWM) gegenüber.   Und selbst wenn es gerade deutlich danach aussieht, dass er nicht die Million absahnen wird, einen wichtigen Wunsch hat ihm Jauch schon erfüllt.

Der Moderator verspricht Sachsenmaier in der Sendung ein Autogramm. Das will der 34-Jährige nicht für sich. Sondern für Omi Eveline, die noch keine WWM-Ausgabe verpasst habe. Sie sei die Großmutter von jedem im Freundeskreis, sagt Sachsenmaier. „Alle Freunde sagen zu ihr Omi“, bestätigt Simon Ihlenfeldt. Der ist tatsächlich Evelines Enkel und durfte als bester Freund Sachsenmaier in die Show begleiten. Jauchs Autogramm samt Grüßen an Evelines Katzen habe seine Oma, schließlich ist die Sendung aufgezeichnet, kürzlich zum 80. Geburtstag bekommen und sich riesig gefreut, erzählt Ihlenfeldt.

Gegen Aufregung nicht gefeit

Das Live-Erlebnis „Wer wird Millionär?“ finden die Freunde „einfach komplett surreal“. Die beiden kennen sich seit 20 Jahren, sind gemeinsam im Kolping Musiktheater, bei den Musical Kids - jetzt Musical Factory -  und der Staufersaga aufgetreten. Ihr neuestes Projekt ist der Gmündcast, ein Podcast über ihre Heimatstadt, zu dem sie sich regelmäßig treffen. Außerdem am liebsten wochenends zu Kaffee und Kuchen „ganz seniorenlike“, spielt Ihlenfeldt auf eine Szene in der Sendung an. Und obwohl Sachsenmaier neuerdings mit seiner Nachmittagssendung bei Radio Ton in Heilbronn als Moderator den täglichen Auftritt hat, vor der Aufregung, bei der deutschen TV-Rateshow schlechthin zu erscheinen, ist auch er nicht gefeit. „Man will sich ja nicht völlig blamieren“. Wobei die größte Hürde sei, auf den Stuhl gegenüber Günther Jauch zu gelangen, „alles andere ist Kür“. Ihlenfeldt, der für die CDU-Fraktion im Gmünder Stadtrat sitzt, war klar, dass Sachsenmaier es über eine Politikfrage auf den Kandidatenstuhl schaffen dürfte. Und dass er sich mit Fragen zu Kulinarik, Geografie und Sport schwertue. Dass ausgerechnet die sich aneinanderreihten, sei „einfach Pech“, sagt Ihlenfeldt, und zeige: „Es ist halt doch ein Glücksspiel.“ In dem sich Sachsenmaier zunächst wacker schlägt.

Einen Lauf hat er zumindest bis zur 1000-Euro-Frage. Wegen der Frage nach einem Salatdressing muss er erstmals die Zuschauerjoker bemühen. „Ich bin superschleckig“, sagt er zu Jauch, darum esse er nicht so viel.  „So sehen Sie . . . den Eindruck machen Sie gar nicht“, meint der flapsig. Vermutlich esse er das Falsche, outet Sachsenmaier sich als Nudelliebhaber und Rentner im Geiste: Mittagessen Schlag Zwölf und „ganz old School“ Überweisungen ausfüllen, das sei sein Ding. Zu allem Überfluss entpuppt sich das Salatsößle auch noch als typisch schwäbische  Rezeptur, sagt ihm der Saaljoker, der weiß, dass „Feldsalat mit Kartoffeldressing“  die richtige Antwort  ist. „Gehen Sie bei ihm mal in die Kartoffeldressingschule“, rät Jauch. Ihlenfeldt könnte gleich mit - er hat auch noch nie davon gehört.

Alice Springs als einzige größere Stadt im Zentrum Irlands, Madagaskars, Australiens oder Kanadas kostet Sachsenmaier einen weiteren Joker für die Lösung der 4000-Euro-Frage. „Wir rufen immer im Zweifel Anna Hein an“, sagt er zu Jauch. Auch sie kennt er von den Musical Kids.  “Echt jetzt?“, fragt die Telefonjokerin, als sich der TV-Moderator am Telefon meldet. Sie weiß mit 20-Sekunden-Puffer, dass die Stadt nach Australien gehört. Als Sachsenmaier sich die Sendung zu Hause anschaut, ist er sicher, dass Jauch ihm bei dieser Frage helfen wollte. Dass der Moderator gerne etwas frotzelt, sei bekannt, sagt Sachsenmaier zur Anspielung auf sein Gewicht, die er souverän wegsteckt. Wichtig ist seiner Ansicht nach: „Man muss sich mit Herrn Jauch gutstellen.“

Und dann auch noch Sport

Was Sachsenmaiers Pechsträhne betrifft, kommt, was kommen muss: Sport. „Wäre eine Filmfrage gekommen - kein Problem.“ Doch für 8000 Euro müsste er nun wissen, welche Ablösesumme Lionel Messi beim Wechsel von Barcelona zu Paris St. Germain gekostet hat. Die Antwort muss ihm der Publikumsjoker sagen. Dann ist die Sendezeit um.

Jetzt können alle mitfiebernden Zuschauer nur hoffen, dass die Fragen kommende Woche besser passen. Nur noch mit dem Fifty-fifty-Joker gehe es nun weiter, gibt Jauch zu bedenken. „Und es war 'ne Geburt bis jetzt“, sagt Sachsenmaier.

Wie es für Thomas Sachsenmaier bei „Wer wird Millionär?“ ausgeht, sehen Interessierte am Montag, 21. Februar, um 20.15 Uhr im RTL-Fernsehen.

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Kommentare