Tief in Irenes Geschichte eingetaucht

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Ursula Röhrs liest im Prediger aus ihrem prämierten Werk. Foto: Jan-Philipp Strobel
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Mit der Verleihung der Irenenmedaille ehrt der Freundeskreis der Königin Maria von Byzanz die Autorin Ursula Röhrs für ihr Buch „Mythos Irenenring“.

Schwäbisch Gmünd. Zehn Jahre lang hat Ursula Röhrs aus Ulm an ihrer Publikation „Mythos Irenenring“ recherchiert und gearbeitet. Für diese geschichtliche Leistung wurde der Autorin und „Ringforscherin“ am Samstag im Refektorium des Kulturzentrums Prediger vom Freundeskreis der Königin Maria von Byzanz die Auszeichnung der Irenenmedaille verliehen.

Damit ist Ursula Röhrs die zwölfte Trägerin, die die gefasste Medaille aus den Händen von Ulrich Rund, dem Preisträger von 2020, vom „Runden Kulturtisch Lorch“ entgegennehmen durfte.

Am Samstag, 27. August, jährte sich der Todestag der Königin Iren Maria von Byzanz zum 814 Mal. Dieser Jahrestag wird vom Freundeskreis stets begangen und dient als festes Datum zur Preisverleihung. Karl-Heinz Fuchs vom Freundeskreis erzählte von der Besonderheit der Medaille, die aus dem Original einer unter der Herrschaft Philipps von Schwaben um 1200 in Ulm geprägten Münze entstanden sei. Mit Ursula Röhrs erhalte eine Autorin die Auszeichnung, die mit viel Herzblut und Begeisterung in den Mythos Irenenring eingetaucht sei und ein spannendes, reich bebildertes Werk erschaffen habe. Schon bei der Buchvorstellung im vergangenen Jahr im Kloster Lorch sei dem Freundeskreis klar gewesen: „Ursula Röhrs ist die nächste Irenenpreisträgerin.“

In dem Werk „Mythos Irenenring“ geht es um den Grabring der Irene von Byzanz, die vom Minnesänger Walter von der Vogelweide als „Rose ohne Dornen“ besungen wurde. Das Werk beinhalte viele Informationen zu der jung verstorbenen Königin. Damit könne man Röhrs zurecht als Leiterin der „Sonderkommission Grabring“ bezeichnen sei, so Fuchs. Röhrs habe ein wundervolles Buch „komponiert“, dass auch „Nicht-Irene-Fans“ als spannende, informative Lektüre dienen könne.

Die Grußworte der Stadt Schwäbisch Gmünd überbrachte Bürgermeister Christian Baron. Sein Respekt gelte dem Freundeskreis und der Autorin Röhrs, die sich mit der Geschichte und den Persönlichkeiten des Staufergeschlechts beschäftigen. Baron zeigte die Notwendigkeit auf, sich mit der „eigenen spannenden und lehrreichen Geschichte“ zu beschäftigen und aufzuzeigen, welcher Geist hinter der Staufergeschichte stehe. Die Stauferzeit sei eine Epoche, die teilweise „märchenhaft“ verklärt wurde, aber eben auch eine Zeit, die sich als stark gesellschaftlich prägend erwiesen habe. Um die Wurzeln, „die uns prägen“, zu erforschen, sei es nötig, sich intensiv mit der Staufergeschichte zu beschäftigen. Baron warnte davor, sich überheblich über Persönlichkeiten der Vergangenheit zu stellen. Diese Menschen seien diejenigen gewesen, die „uns auf den heutigen Weg gebracht haben“, viele Erkenntnisse aus der Vergangenheit besäßen heute noch Gültigkeit. Das geschichtliche Erbe hochzuhalten, mache das Leben reicher und erfüllter. Barons Wunsch an den Freundeskreis lautete, dass die Preisvergabe auch in Zukunft fortgesetzt werde, um die Leistung von Menschen zu würdigen, die mit Herzblut und Begeisterung in die Geschichte eintauchen.

Ursula Röhrs berichtete von den zehn Jahren, in denen sie an dem Buch gearbeitet habe. Der Irenenring ziehe sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Der im Kloster Lorch gefundenen Ring habe in ihr den starken Wunsch geweckt, dessen Herkunft zu überprüfen.

Das Buch „Mythos Irenenring. Der Arma-Christi-Ring vom Kloster Lorch“ von Ursula Röhrs ist für 20 Euro im Handel unter ISBN-10 3-936988-37-4, ISBN-13 978-3-936988-37-6 erhältlich.

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