Übung in Gmünds Tunnel für Ernstfall

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Im Gmünder Einhorn-Tunnel wird es am Samstag, 16. Juli, eine Übung geben, bei der sich Einsatzkräfte auf einen Ernstfall vorbereiten. Dazu wird der Tunnel von 8 bis etwa 18 Uhr gesperrt.
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Die Ortsumgehung wird am Samstag, 16. Juli, von 8 bis etwa 18 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt. Die sogenannte Vollübung soll mehr Sicherheit für Ernstfälle schaffen.

Schwäbisch Gmünd. Die Kreisverwaltung, die Stadt Schwäbisch Gmünd, Gmünds Freiwillige Feuerwehr und der DRK-Kreisverband Schwäbisch Gmünd führen am Samstag, 16. Juli, eine sogenannte „Vollübung“ im Gmünder Einhorn-Tunnel durch. Die Beteiligten informieren darüber frühzeitig die Bevölkerung, denn an diesem Tag wird der Tunnel zwischen 8 und etwa 18 Uhr gesperrt sein.

Solche Übungen würden in regelmäßigen Abständen durchgeführt, sagte Landrat Dr. Joachim Bläse am Donnerstag bei einem Pressegespräch im Gmünder Landratsamt. Sie dienen dazu, die Einsatzkräfte auf bestimmte Szenarien vorzubereiten.
Diese Übung werde durch die Kreisverwaltung, die Stadt Gmünd, die Gmünder Feuerwehr und das DRK vorbereitet, sagte Peter Bauer vom Geschäftsbereich Verkehrsinfrastruktur des Landratsamtes. Sie werde sehr realitätsnah sein, es gehe um Brandbekämpfung und Menschenrettung. Solche Übungen fänden alle vier Jahre statt. Nach der Übung werde diese auch reflektiert. Dazu gebe es eine Nachbetrachtung, um eventuelle Defizite auszuräumen. Parallel zur Übung wird es eine Tunnelbegehung geben, damit die Kollegen den Tunnel kennen lernen. In den vergangenen Jahren habe man bislang Glück gehabt, sagte Bauer. Es habe keine schwerwiegenden Vorfälle gegeben.

Im Tunnel wird es einen Unfall geben, sagte Tobias Gerhardts vom DRK-Kreisverband. Davon seien viele betroffen, und es gebe auch Verletzte. Dass die Übung für die Gmünder Feuerwehr am Ende einer dreimonatigen Ausbildung steht, machte Gmünds Feuerwehrkommandant Uwe Schubert deutlich. Ein Unfall in einem Tunnel sei etwas anderes als ein Unfall unter freiem Himmel, deshalb müssten die Kollegen darauf vorbereitet sein. Dreimal wird es im Tunnel brennen. Das Feuer aber wird kein echtes sein. Die Unfallstelle wird vernebelt und verraucht. Etwa 150 Kollegen seien dabei, sagte Schubert. Der Gmünder Feuerwehrkommandant betonte, dass die Übung keine Schauübung sei. Im anderen Worten: Publikum ist nicht erwünscht.

Dass das DRK Schwäbisch Gmünd bei einer solchen Übung vorne dabei ist, begrüßte der Präsident des DRK-Kreisverbandes, Gmünds Erster Bürgermeister Christian Baron. Aus städtischer Sicht sagte Baron, dass der Tunnel Gmünd befreit und die Landesgartenschau 2014 möglich gemacht habe. „Man kann sich das Leben in Schwäbisch Gmünd gar nicht mehr ohne Tunnel vorstellen“, sagte Baron. Daran habe man sich gewöhnt. Eine solche Sperrung, sagte der Gmünder Ordnungsbürgermeister, bringe all dies in Erinnerung. Ein höheres Sicherheitsniveau bekomme man durch Erfahrung und durch Übung, sagte Baron. Auch deshalb müsse eine solche Übung gut vorbereitet sein.

Die Umleitungen an diesem Samstag werden ausgeschildert sein. Autofahrer, die aus Richtung Stuttgart kommen, werden die B 29 an der Ausfahrt Schwäbisch Gmünd-West verlassen. Sie können die Stadtmitte über die Stuttgarter Straße und Remsstraße sowie über die Eutighofer Straße umfahren.

Autofahrer aus dem Osten von Aalen kommend müssen vor dem östlichen Tunneleingang rechts abbiegen und können ebenfalls über die Remsstraße und die Stuttgarter Straße die Stadtmitte umfahren.

Übung im Tunnel am Samstag, 16. Juli - die Fakten

Die Übung im Gmünder Einhorn-Tunnel ist am Samstag, 16. Juli. Der Tunnel wird dafür ab 8 Uhr und voraussichtlich bis 18 Uhr gesperrt. Diese Übung wird von der Kreisverwaltung, der Stadt Schwäbisch Gmünd, dem DRK-Kreisverband Schwäbisch Gmünd und der Feuerwehr Schwäbisch Gmünd vorbereitet. Es werden etwa 150 Personen im Einsatz sein. Die Übung ist keine Schauübung. Deshalb sind Zuschauer nicht erwünscht.

Solche Übungen werden in der Regel alle vier Jahre durchgeführt.

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