Und wohin jetzt mit den ganzen Masken?

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So bestimmt nicht: gebrauchte Masken einfach in die Landschaft zu werfen, ist so ziemlich die schlechteste Lösung.
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Was ist zu beachten, wenn man die Maske nicht mehr braucht? Ins Altpapier, Müll oder Sondermüll? Experten geben Auskunft.

Schwäbisch Gmünd

Mit der erweiterten Maskenpflicht ist der selbstgenähte Mund- und Nasenschutz inzwischen Geschichte. Medizinische Masken sind nun Pflicht. Aalener Experten klären auf, wie man diese entsorgen soll und ob eine Mehrfachverwendung möglich ist.

Eintritt nur mit einer medizinischen Maske. Diesen Hinweis liest man auch in der Aalener Innenstadt auf vielen Schildern vor den Geschäften. Sprich, lediglich mit einer FFP2- oder einer medizinischen Maske kann eingekauft werden. Ebenso verhält es sich in Bus und Bahn oder an belebten Plätzen, an denen der geforderte Mindestabstand von 1,5 Metern nicht mehr eingehalten werden kann. Doch wohin mit der Maske nach dem Einkaufen? Und kann diese wirklich nur einmal verwendet werden? Täglich eine neue Maske tragen, das verursacht eine Menge Müll, doch wie werden die Masken eigentlich ordnungsgemäß entsorgt?

Dorothee Salzer-Korkut, Inhaberin der Stern Apotheke in Aalen, und Amanda Hausmann, Pressesprecherin der GOA, klären auf.

Einwegmasken kommen in den Restmüll. Das sagt auch Hausmann. „Viele Masken sehen aus, als könne man sie zum Papiermüll werfen, das ist aber falsch“, erklärt sie. Nach dem Tragen sollten diese in den Restmüll entsorgt werden.

Was ist mit Masken von positiv auf Corona Getesteten?

Müssen die Masken, die von Corona positiv getesteten Personen getragen wurden, anders entsorgt werden, als die negativ getesteter Personen?

Amanda Hausmann erklärt, dass es möglich sei, dass diese Masken noch mit dem Virus kontaminiert sind. Deshalb müssten sie anderes entsorgt werden, als herkömmliche Masken, welche in den Restmüll kommen. Speziell dafür vorgesehene Müllbeutel können bei der GOA angefragt werden. Klar sei auch, dass diese kontaminierten Masken nicht ein zweites Mal getragen werden sollten, ergänzt die Inhaberin der Stern Apotheke, Dorothee Salzer-Korkut. Anders verhält es sich bei Corona negativen Personen.

Sollte man die Einmalmaske wirklich nur einmal tragen?

Die sogenannte „medizinische Maske“, auch Einwegmaske genannt, sollte tatsächlich nur einmal getragen werden. „Wenn ich aber in der Stadt unterwegs bin und die Maske absetze und beim weiteren Betreten eines Ladens diese nochmals aufsetze, spricht da nichts dagegen“, sagt sie.

Da die OP-Maske allerdings aus sehr dünnem Material besteht und durch das Sprechen und Atmen sehr schnell feucht wird, empfiehlt Salzer-Korkut, diese als Einwegprodukt zu verwenden. Beim Mehrfachgebrauch sei die Filterfunktion nicht mehr gegeben.

Anders sieht das mit den FFP2-Masken aus. „Wenn man eine solche Maske täglich trägt, ist es sinnvoll, diese zu nummerieren, jeden Tag eine andere Maske zu nehmen und die gebrauchten zum Trocknen aufzuhängen“, sagt sie. An der frischen Luft sollten sie aber nicht ausgelüftet werden, da hier das Risiko bestehe, dass sie wieder Feuchtigkeit aufnehmen. Je nachdem wie lange die Maske getragen wurde, sollte sie ein bis fünf Tage getrocknet werden.

„Diesen Zyklus kann man ein bis zwei Mal von vorne beginnen, so kann eine FFP2-Maske also ein bis drei Mal verwendet werden“, erklärt die Apothekerin.

Unterschied von FFP2-Masken zu OP-Masken

Wie OP-Masken bestehen FFP-Masken immer aus mehrlagigen Kunststoffen mit bestimmten Eigenschaften, so die Bundesregierung. Auch sie beinhalten im Regelfall ein spezielles Filtervlies, ergänzt um weitere Filterschichten, eingebettet zwischen zwei Stoffschichten anderen Materials. FFP2-Masken filtern mindestens 94 Prozent der Aerosole. OP-Masken schützen auch vor Tröpfchen, haben aber einen geringeren Schutz vor Aerosolen als FFP2-Masken.

Viele Masken sehen aus, als könne man sie zum Papiermüll werfen. Das ist aber falsch.“

Amanda Hausmann,, GOA-Pressesprecherin

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