Geistlicher Impuls

Verzeihen und vergeben

  • Weitere
    schließen

"Osterruhe" war angesagt. Warum sucht sich die Politik gerade die fünf Tage mit den höchsten christlichen Feiertagen aus? Aber nun: Osterruhe zurückgenommen.

"Osterruhe" war angesagt. Warum sucht sich die Politik gerade die fünf Tage mit den höchsten christlichen Feiertagen aus? Aber nun: Osterruhe zurückgenommen. Kanzlerin übernimmt Verantwortung für die Unruhe. Manche an ihrer Seite. Andere: Man habe sich zutiefst blamiert. Natürlich wurden Fehler gemacht. Ich denke an unsere Kinder und Enkel. Sie sollen lernen, dass man im Leben Fehler macht und zu seiner Verantwortung stehen kann. Das ist befreiend und stark, sagen wir. Denn wer macht immer alles richtig? Ist unbegrenzt belastbar? Verrennt sich nicht einmal? Die Kanzlerin bittet das Volk um Verzeihung. Ich habe zu solchen Menschen und Politikern mehr Vertrauen, als zu denen, die keine Fehler zugeben. "Wir werden uns viel zu verzeihen haben," sagte einer letztes Jahr. Wie wahr. Wir sollten einander in dieser Zeit mehr verzeihen als vorwerfen. Dann arbeitet und regiert es sich freier, kreativer, gemeinschaftlicher, demokratischer. Wir reduzieren jetzt die Gottesdienste in der Karwoche und streamen viel. Karfreitag und Ostern aber laden wir in die Kirche. Den zu ehren, der unter Schmerzen rief: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Dekanin Ursula Richter

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

WEITERE ARTIKEL