Vollsperrung bis Oktober – und zugleich Vorfreude

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Stellen die Baumaßnahme vor (von links): Tiefbauamtsleiter Jürgen Musch, Thomas Hägele vom Ordnungsamt, Markus Eichele vom Bauunternehmen, Hans Hippele vom Büro VTG Straub, Ortsvorsteher Thomas Maihöfer, Bürgermeister Christian Baron, Marcel Haderer vom Regierungspräsidium.
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Die Bauarbeiten auf der Herlikofer Straße beginnen am kommenden Montag.

Schwäbisch Gmünd

Die Baustelle zwischen Schwäbisch Gmünd und Herlikofen wird einige Autofahrer im nächsten halben Jahr viel Zeit kosten. Doch „die Vorfreude überwiegt“, sagt der Herliköfer Ortsvorsteher Thomas Maihöfer am Mittwoch, als Vertreter der Stadt, des Regierungspräsidiums, des Ingenieurbüros und des Bauunternehmens die Baumaßnahme vorstellen.

So laufen die Bauarbeiten: Am kommenden Montag, 19. April, richtet die Stadt die Vollsperrung ab der Einmündung in die Kiesäcker bis zum Kreisverkehr am Ortseingang von Herlikofen ein, damit die Arbeiter des Bauunternehmens Eichele loslegen können. Für sie gilt es, den Untergrund der Straße und des Gehwegs zu verbessern, der sich an mehreren Stellen gesetzt hatte. „Ich kenne eine Familie aus Herlikofen, die jedem Schlagloch einen Namen gegeben hat“, erzählt Erster Bürgermeister Christian Baron. Die Straße sei „dringend sanierungsbedürftig“. Dass sie im Stadtgebiet oberste Priorität habe, sei unumstritten.

Damit die Fahrbahn dauerhaft hält, werde das Fundament mit Mikropfählen im Untergrund verankert, erklärt Tiefbauamtsleiter Jürgen Musch. Das sei das Teuerste an der Maßnahme. Doch auf Dauer werde sich die Investition rechnen und unterm Strich günstiger kommen, als wenn die Straße ständig ausgebessert werden müsste. Damit das Wasser besser abfließen kann, werden die Bauarbeiter neue Einlaufschächte einbauen und Kanäle verlegen. Sie werden die acht Bushaltestellen auf diesem Abschnitt barrierefrei umbauen und die Mittelinseln als Querungsstellen für Fußgänger erneuern. Künftig werde es auch Straßenlampen ab der Einmündung in die Kiesäcker bis zur unteren Einmündung in die Schwarzwaldstraße geben, kündigt Jürgen Musch an.

Lange hatten die Stadträte diskutiert, wo an diesem kurvigen Abschnitt Platz für Radfahrer entstehen kann. Berghoch soll nun ab der Einmündung in die Kiesäcker bis zum Gehweg ein Radschutzstreifen aufgebracht werden, erklärt der Tiefbauamtsleiter. Der Gehweg werde von aktuell rund 1,40 Meter auf etwa 1,70 Meter verbreitert. Er werde bergauf für Fußgänger und Radfahrer zugelassen. Bergab sollen die Radfahrer die Herlikofer Straße nutzen. Doch die meisten werden ohnehin den Hauptradweg durchs Schießtal bevorzugen, diese Rückmeldung habe er von einigen Radlern erhalten.

So läuft die Umleitung: Die Herlikofer Staße ist eine Landesstraße. Die offizielle Umleitung darf daher auch nur über eine Landesstraße oder eine übergeordnete Straße führen, erklärt Thomas Hägele vom Ordnungsamt. Daher verlaufe die Ausweichstrecke während der Bauarbeiten über die B 29, den Verteiler Iggingen und Iggingen nach Herlikofen sowie ins Leintal. Ins Baustelleninformationssystem des Landes habe er dies so eingegeben, damit auch die Navigationsgeräte ab Montag die Umleitung anzeigen. Ortskundige Fahrer werden wohl auch andere Routen nutzen. Etwa über Lindach oder über Hussenhofen. An beiden Strecken werde das Ordnungsamt daher verstärkt Radarkontrollen machen, kündigt Thomas Hägele an.

Für die zweite Jahreshälfte ist auch die Sanierung der Ortsdurchfahrt Hussenhofen angekündigt. Werden die Achsen durch Hussenhofen und Herlikofen dann gleichzeitig gesperrt? „Wir sind zuversichtlich, dass wir hier fertig sind, bis im Herbst die Baustelle in Hussenhofen beginnt“, antwortet Thomas Hägele.

Er kündigt an, dass die Anwohner am Herliköfer Berg einzeln informiert werden, wie sie während der Bauarbeiten zu ihren Häusern fahren können. In der Schwarzwaldstraße würden Ersatzbushaltestellen eingerichtet. Für die Strecke wird es einen Notbusfahrplan geben, der gerade beim Landratsamt zur Genehmigung liege.

Mehr Bilder von der Herlikofer Straße gibt es auf www.tagespost.de.

Zahlen zur Baustelle

auf der L1075

6,5Monate Bauzeit sind kalkuliert: Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten fertig sein, kündigt Bauleiter Markus Eichele an.

2 MillionenEuro sollen die Bauarbeiten kosten. Stadt und Land zahlen jeweils grob die Hälfte.

2,6 Kilometer ist die Baustelle insgesamt lang.

Ich kenne eine Familie aus Herlikofen, die jedem Schlagloch einen Namen gegeben hat.“

Christian Baron,, Erster Bürgermeister
Bauarbeiten auf der Herlikofer Straße. 
Bauarbeiten auf der Herlikofer Straße. 
Bauarbeiten auf der Herlikofer Straße. 
Bauarbeiten auf der Herlikofer Straße. 
Bauarbeiten auf der Herlikofer Straße.

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