Vollsperrung bringt große Umleitung

+
Die Straße zwischen Degenfeld und Weiler soll saniert werden. Die Umleitung während der Vollsperrung erfolgt über Donzdorf-Rechberg-Straßdorf.
  • schließen

Die Landesstraße zwischen Degenfeld und Weiler wird von Mitte Mai bis Ende Oktober saniert. Was das für die Anwohner bedeuetet.

Schwäbisch Gmünd-Degenfeld.

Von Mitte Mai bis Ende Oktober dieses Jahres muss die Einwohnerschaft von Degenfeld viel Geduld und Zeit aufbringen, wenn sie nach Schwäbisch Gmünd fahren will. Grund hierfür sind Sanierungsmaßnahmen der Landesstraße L 1160 zwischen Degenfeld und Weiler. Raphael Wieler vom Ordnungsamt berichtete am Dienstag in der Ortschaftsratssitzung in Degenfeld darüber, dass die Sanierung in zwei Bauabschnitte aufgeteilt wird. Vorab betonte er, dass nicht die Stadt, sondern das Land Baden-Württemberg, beziehungsweise das Regierungspräsidium Stuttgart als Bauherr der Maßnahme auftritt. „Also Herr des Verfahrens ist.“ Die Stadt selbst sei von den Stuttgarter Kollegen kurzfristig von den Sanierungsmaßnahmen in Kenntnis gesetzt worden.

Späte Info aus Stuttgart

In diesem Fall drei Monate vorher. „Unsere Bedenken werden eher pragmatisch behandelt.“ Auch bauliche Details, oder welche Firmen die Sanierung vornehmen werden, seien der Stadt nicht bekannt. Fakt sei jedoch, dass es eine Vollsanierung gibt. „Und die erfolgt unter Vollsperrung“, kündigte der Vertreter des städtischen Ordnungsamts an.

Ab Mitte Mai werde zwischen Ortsausgang Degenfeld und Abzweigung Hornberg der erste Bauabschnitt erfolgen. Da hier lediglich die Fahrbahndecke erneuert und Bankette um etwa einen halben Meter verbreitert werden, rechne man hier mit einer Ausführungszeit von sechs Wochen“, beschrieb Wieler. Dann, nach Beendigung des ersten Bauabschnitts, folge nahtlos der Start für den zweiten Bauabschnitt. „Da wird alles aufwendiger durch die Topographie“, zählte er Maßnahmen wie etwa die Hangsicherung, die Entwässerung oder auch die Verbreiterung der Bankette auf. Anette Nagel erkundigte sich, um wie viel die Bankette hier verbreitert werden? „Ein halber Meter bis maximal ein Meter“,antwortete Wieler. Nagel wünschte sich eine größere  Verbreiterung aufgrund der schmalen Stellen, bei der „mancher Seitenspiegel hängenbleibt“. Doch Wieler schüttelte den Kopf und erinnerte an den Platzmangel durch die Hangsituation sowie die Planungshoheit des Landes. Aus den Zuhörerreihen und auch von Ortsvorsteher Hans-Peter Wanasek kam das Argument, dass, sofern die Straße zu sehr verbreitert werde, „noch mehr Schwerlaster angezogen werden“.

Die Umleitung während der Vollsperrung erfolgt über Donzdorf-Rechberg-Straßdorf“, kündigte der Vertreter des Ordnungsamts an. Ortsvorsteher Wanasek berichtete, dass eigentlich auch ein Vertreter der Firma Stadtbus zur Sitzung kommen wollte, jedoch kurzfristig abgesagt habe. Die Notfahrpläne für den öffentlichen Nahverkehr, beziehungsweise die Schulbusse seien noch nicht fertig. Zumal man als Busunternehmen auch mit Sperrungen in der Ortsdurchfahrt Hussenhofen oder auch im Bereich Waldstetter Brücke in Schwäbisch Gmünd zu kämpfen hat. „Wir informieren die Bevölkerung umgehend, wenn wir etwas wissen“, sagte Wanasek zu. Wiederum Rettungsfahrzeuge kämen bei der Feuerwehr aus dem Nachbarort und bezüglich des Roten Kreuzes aus Süßen. „Die werden über die Leitstelle in Aalen alarmiert.“ Sorgen machte er sich bezüglich der Pflegedienste.

Sorge wegen Pflegediensten

Die Probleme bekommen werden durch die große Umleitung. „Die Pflegedienste müssen informiert sein“, trat er für größtmögliche Transparenz bei der Baumaßnahme ein. Den Degenfeldern sagte er betreffs des ÖPNVs zu: „Wenn sich was tut, melden wir uns. Im Moment haben wir keinen Ansprechpartner“, bedauerte der Ortsvorsteher.

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Kommentare