Geistlicher Impuls

Von Geduld und Hoffnung

  • Weitere
    schließen

Eine gewisse Enttäuschung ist zu spüren, weil manches, was in der Corona-Krise gelockert wurde, sich nicht anfühlt wie das Alte. Außerdem weiß man nicht, wie lange bestimmte Freiheiten gelten werden.

Eine gewisse Enttäuschung ist zu spüren, weil manches, was in der Corona-Krise gelockert wurde, sich nicht anfühlt wie das Alte. Außerdem weiß man nicht, wie lange bestimmte Freiheiten gelten werden. Der Herbst steht dieses Jahr nicht wie eine Verheißung im Kalender. Vor diesem Hintergrund hat das Wort Lockerungen seinen Charme verloren. Eher sehnt man sich nach einer Beständigkeit.

Auch von den Chancen der Krise, ist in letzter Zeit weniger die Rede. Aushalten und Durchhalten sind Währungen, die nun gefragt sind. Nehmer-Qualitäten heißt es beim Boxen, wenn es gilt, Schläge einzustecken.

Bewährung nennt es der Apostel, wenn es darum geht, schwierige Zwischenzeiten zu überstehen. In Römer 8 spricht er im zweiten Teil von Geduld und Hoffnung und davon, dass das beste Gebet auch einmal ein ehrliches Seufzen sein kann. Denn dieser Laut kann bereits getragen sein vom Heiligen Geist, also dem Spirit, in dem wir das Gute nicht verloren geben und dem Guten selbst dann nicht von der Fahne gehen, wenn es Enttäuschungen zu verkraften gilt. Pfarrer Wolfgang Schmidt

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

WEITERE ARTIKEL