Vor dem Hospiz ein Baum als Symbol des Lebens

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Ein Zierapfel ist der erste Baum der neuen Hospiz-Außenanlage. Im Bild (von links) Schwester Birgitta M. Kunsch, Dr. Birgit Stahl, Schwester Benedicta Ewald und Christian Baron.

Dr. Birgit Stahl ist die erste Baumpatin des Kloster-Hospiz. Weitere sollen nach Möglichkeit folgen. Im Sommer Einweihung.

Schwäbisch Gmünd.

Der Zierapfelbaum ist im Pflanzloch, erste Regentropfen fallen vom Himmel: ein gutes Zeichen für den Beginn der Pflanzarbeiten rund ums neue Kloster-Hospiz. Ein guter Anfang dazu, denn der neue und von Dr. Birgit Stahl gespendete Baum markiert auch den Beginn der neuen Fundraising-Aktion „zwischen Himmel und Erde“, an deren Ende die Außenarbeiten abgeschlossen sein sollen. Rund 100 000 Euro sind dafür nötig.

Erster Bürgermeister Christian Baron schätzt die Initiativen des Klosters der Franziskanerinnen. Mit dem Hospiz-Projekt sei man den richtigen Weg gegangen. Die große Resonanz in der Bevölkerung bestätige dies deutlich. Den Baum sieht er als „wunderbares Symbol“ an dieser Stelle. Aktuell rückten Sinnfragen in den Vordergrund, Überlegungen zu den Zielen des Lebens, zu dem, was im Leben wichtig ist. Der Apfelbaum habe schon im Paradies im Mittelpunkt gestanden, sei Zeichen für die Schöpfung und markiere durch seine Vergänglichkeit, dass Leben und Tod zusammen gehören. Christian Baron dankte Dr. Birgit Stahl, die hier stellvertretend stehe für viele, die sich im Kloster-Hospiz engagiert haben und die sich noch engagieren wollen.

Für Stahl war es „ganz klar, dass ich hier spenden will“. Die Arbeit des Klosters beeindrucke sie schon lange und „es gibt nichts Passenderes für eine Hospiz-Außenanlage als einen Baum“.

Vor der Eröffnung

Ein erfreulicher Tag auch für Generaloberin Birgitta M. Kunsch und die Projektleiterin des Hospizbaus, Benedicta Ewald. Sie schätzt das Engagement der Stadt und der ganzen Raumschaft für das Hospiz. Sie sei guter Dinge, dass der Eröffnungstermin eingehalten werden kann. Dann soll am Sonntag, 22. August, ein Gottesdienst im Freien stattfinden, rund um die neu gepflanzten Bäume. Die ersten Gäste sollen im September ins Hospiz einziehen. Unterstützung und Hilfsbereitschaft sind in der Stadt nach Worten von Geschäftsführer Manfred Welzel überwältigend. Deshalb sei er auch guter Dinge, die Außenanlage zu schaffen. Dabei gehe es nicht nur um Baumpaten, sondern auch um Grünpaten für weitere Vorhaben. Geplant sind südlich des Hospizgebäudes insgesamt zwölf neue Bäume, alles heimische Arten. Dazu sollen 60 Sträucher kommen, Patenschaften für die Terrassen der acht Gästezimmer, ebenso viele Patenschaften für Markisen und Stuhlensembles. Wer möchte, kann auch die Beetpflege finanziell unterstützen. Beteiligen können sich Spendenwillige mit Beträgen zwischen 40 und 2500 Euro. Die Kosten für die Bäume und Sträucher schließen eine Langzeitpflege mit ein. Den Baum sieht Manfred Welzel als Symbol der Verbindung zwischen Himmel und Erde. Der neue Außenbereich soll rechtzeitig zur Einweihung der Anlage stehen.

Kostbare Lebenszeit

Auch wenn im Hospiz sterbenskranke Menschen in den letzten Tagen und Stunden ihres Lebens begleitet werden, soll es ihnen vor allem ermöglicht werden, auch diese Zeit noch als kostbare Lebenszeit wahrnehmen zu können.

Mit den insgesamt acht großzügigen, lichtdurchfluteten Zimmern, die sich zum Garten hin öffnen, erwartet die Gäste ein einladendes, wohnliches Gebäude. Der große Klostergarten öffnet sich in Richtung Süden und erlaubt den Blick in die Natur. Das Kloster sieht das Hospiz auch als Anlaufstelle für Trauerarbeit, für Begegnung und Gemeinschaft, für Kultur und Austausch.

Infos zur Spendenaktion auch unter www.kloster-hospiz.de.

Ganz klar, dass ich hier spenden will.“

Dr. Birgit Stahl,, Baumpatin

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