Warum Michael Weber gegen Aspen stimmte

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CDU-Gemeinderat erläutert seine Haltung zum Flächenverbrauch für den Technologiepark.

Gmünd/Waldstetten. Der Waldstetter CDU-Gemeinderat Michael Weber hat am Mittwoch bei der Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft Gmünd/Waldstetten gegen den Technologiepark Aspen gestimmt. Ihm sei wichtig, den Bürgern seine Beweggründe zu erläutern, kommentierte Weber die Berichterstattung der GT nach dieser Sitzung. Eigentlich habe er nicht über landwirtschaftliche Interessen reden wollen, denn er wisse, dass am Ende wirtschaftliche Interessen immer mehr zählten. Das Aspenfeld habe mit 42 Hektar eine Fläche „so groß wie 60 Fußballplätze“. Der Schutz von Flächen sei immer auch Klimaschutz. Deshalb frage er, wo bei einer solchen Sitzung diejenigen seien, die für Klimaschutz, Artenschutz, Insektenschutz und Umweltschutz auf die Straße gingen? Wo die Parteien seien, die sich dies auf die Fahnen schrieben? „Wir haben eine soziale Verantwortung nicht nur für Arbeitsplätze, sondern auch für zukünftige Generationen“, sagte der Waldstetter Landwirt. Er wolle, wenn er in zehn oder 20 Jahren von seinen Kindern oder Enkeln gefragt werde, ob er 2021 von den Auswirkungen des Flächenverbrauchs gewusst habe, nicht sagen, „dass es um Arbeitsplätze ging und wirtschaftliche Interessen wichtiger waren“. Denn man wisse im Jahr 2021 ganz genau, welche Auswirkungen die Bodenversiegelung auf Klima, Umweltschutz und Artenschutz habe. Gehe es in künftigen Sitzungen einmal um den Rückgang der Arten, ums Insektensterben, um Klimaschutz, solle man den Schuldigen nicht zuerst bei der Landwirtschaft suchen, sagte Weber. Sondern bei den „Auswirkungen eines Flächenverbrauchs in solchen Dimensionen“ wie denen von Aspen. Michael Länge

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