geistlicher Impuls

Was machen wir mit der Angst?

  • Weitere
    schließen

In der Pandemie haben viele von uns Angst. Aber viele haben auch Angst, etwas zu verpassen. Tausend Ängste, die uns bedrängen. Angst, dass mein Leben keinen Sinn hat, dass ich leer ausgehe, dass ich versagen kann.

In der Pandemie haben viele von uns Angst. Aber viele haben auch Angst, etwas zu verpassen. Tausend Ängste, die uns bedrängen. Angst, dass mein Leben keinen Sinn hat, dass ich leer ausgehe, dass ich versagen kann. Angst um die Zukunft der Kinder. Angst, dass mein Leben ein Ende hat.

Was machen wir mit der Angst? Sie verharmlosen, verdrängen? Jammern? Standhalten? Aber wie?Eine Garantie gegen Angst scheint Besitz zu sein. Deshalb setzen wir alle Hebel in Bewegung, um immer mehr zu haben. Hat der Wohlstand die Angst gelöst?

Angst heißt: Man wird in die Enge getrieben! Wie bekommen wir Raum, um leben zu können? Manchmal lesen wir auf Plakaten: "Wer glaubt, hat keine Angst!" Mag sein. Aber: Glaube verharmlost Angst nicht, er weiß: Mensch sein bedeutet Angst haben. Mich tröstet, dass Jesus Angst hatte. So sagt das Evangelium: "Und er betete in seiner Angst noch inständiger, und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte."(Lk 22,44). Er findet einen Engel, der ihn stärkt. Es ist ein Geschenk des Himmels, wenn man in der Angst jemand findet, an den man sich halten kann. Bitten wir wie Jesus inständig um Gottes Beistand! Pfarrer Dr. Jean-Hilaire Nyimi Vita

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

WEITERE ARTIKEL