Was Parken am Himmelsgarten kosten soll

+
Bereits seit geraumer Zeit werden am Himmelsgarten Parkgebühren kassiert, nun sprach der Ortschaftsrat Wetzgau/Rehnenhof eine Empfehlung für die Preise aus, ie künftig an Parkscheinautomaten fällig sein sollen.
  • schließen

Gremium schlägt höhere Gebührensätze als das Ordnungsamt vor.

Gmünd-Rehnenhof/Wetzgau. Das Parken am Himmelsgarten soll gebührenpflichtig werden. Standorte für drei Parkscheinautomaten seien bereits festgelegt worden, diese sollen im April aufgestellt werden, sagte Ortsvorsteher Johannes Weiß in der Sitzung des Ortschaftsrates Wetzgau/Rehnenhof. Das Ordnungsamt habe um eine Empfehlung zur Höhe der Parkgebühren gebeten, diese sollen sich in einem sozialverträglichem Rahmen bewegen. Das Ordnungsamt schlägt 50 Cent für das Stundenticket vor, für vier Stunden 2 Euro, für ein Tagesticket 4 Euro.

Für höhere Preise

Der Ortschaftsrat einigte sich auf eine gebührenpflichtige Zeit von 9 bis 17 Uhr, empfahl dem Gemeinderat jedoch mit sechs zu fünf Stimmen höhere Gebühren: 4 Euro für den halben Tag, 5 Euro fürs Tagesticket. Stefan Preiß sah die Gebühren als „Eintrittsersatz“, Lukas Hiller gab zu bedenken, dass zu hohe Gebühren zu Lasten der Wohngebiete gehen könnten, die dann als Parkraum genutzt werden. Die Gebühr wird für alle 400 Parkplätze am Himmelsgarten erhoben, der Parkplatz am Friedhof bleibt weiterhin gebührenfrei. Kontrolliert wird durch den Kommunalen Ordnungsdienst. Ausweichparkplätze bei großen Veranstaltungen werden weiterhin manuell abkassiert. Rund 160 000 Euro investiere die Stadt Gmünd jährlich in Erhalt und Instandsetzung des Landschaftsparks, erklärte Weiß, mit den Parkgebühren könne so ein Teil davon wieder erwirtschaftet werden.

Ein Platz für Sport

Zum Entwurfsbeschluss für den Bebauungsplan Sportplatz Laichle stellte Gerhard Hackner, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, die Planungen vor. Bereits 2010 habe die Stadt im Rahmen des Sportentwicklungsplanes im Laichle einen Platz gesehen, „wo Sport stattfinden“ und ein Sportvereinszentrum integriert werden solle. Seit Mai 2019 sei die Verwaltung mit der Ausarbeitung der Pläne beschäftigt.

Der Bebauungsplan sieht auf dem 4,7 Hektar großen Gelände neben Sportflächen auch rund 200 Parkplätze vor, die nicht asphaltiert und durch Bäume abgetrennt werden sollen. „Nach jedem fünften Parkplatz wird ein Baum gepflanzt“, sagte Hackner.

Die Waldbewirtschaftung am hinteren Teil des Geländes soll durch einen Landwirtschaftsweg gewährleistet werden.

Kein zusätzlicher Lärm

Befürchtungen aus der Bürgerschaft wegen zusätzlicher Lärmbelästigung seien geprüft und bewertet worden, lautete die Antwort für Brigitte Abele, die die Besorgnis der Bewohner „im Löhle“ über vermehrten Verkehr und Lärm ansprach. Die Verwaltung gehe von 1150 Fahrzeugen unter der Woche und 1350 Fahrzeugen an Wochenenden aus, die Zunahme an Lärm liege im beobachteten Korridor unter einem Dezibel. Ein von der Bürgerschaft als Lärmschutz vorgeschlagener Wall werde von der Stadt geprüft. Hiller war der Ansicht, die Stadt solle sich klar für einen Lärmschutzwall aussprechen. „Hier sind wir offen“, meinte Hackner.

Das Waldstadion bleibe erhalten, antwortete Hackner auf die Frage von Eduard Bertsch. Für die maximal 150 Zuschauer, die am Wochenende ein Spiel des TSB besuchen, reichten die Parkplätze aus. Konrad von Streit erinnerte daran, dass durchaus auch einmal Spiele mit lautem Jubel und Lautsprecherdurchsagen stattfinden werden. Der Entwurfsbeschluss wurde mehrheitlich abgesegnet.

Spende für Ukrainer

Der Schönblick als eine Organisation im Ort, die sich spontan zur Unterbringung von behinderten ukrainischen Flüchtlingen bereiterklärt hat, wird mit 1000 Euro aus Mitteln für bürgerschaftliche Aktionen unterstützt, damit möchte der Ortschaftsrat ein „Zeichen des Dankes“ setzen.

Zu Beginn der Sitzung hatte Ortsvorsteher Johannes Weiß den Ortschaftsrat um eine Schweigeminute im Gedenken an den kürzlich verstorbenen langjährigen Wetzgauer Bezirksrat und Stadtrat Josef Weiß gebeten. ⋌Andrea Rohrbach

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Kommentare