Handyempfang wird sich bald deutlich verbessern

Beim Flächennutzungsplan Zieljahr 2035 will sich das Gremium mehr Möglichkeiten offenhalten.

Schwäbisch Gmünd-Weiler. Wie soll sich der Ortsteil die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre weiterentwickeln? Mit dem Flächennutzungsplan Zieljahr 2035 werden die Weichen dafür gestellt. Nun stellte Birgit Pedoth, Leiterin des Stadtplanungsamtes, in Weiler eine mögliche Flächenkulisse vor. Für den Ortschaftsrat nicht befriedigend, weil zwei Gebiete – Ölmühle mit 1,7 Hektar und Erweiterung Herdtlinsweiler mit 0,7 Hektar – gelb markiert waren, was bedeutet, dass sie aus Sicht der Stadt weniger gut für eine Bebauung geeignet sind.

Pedoth stellte den aktuellen Stand des Plans vor, den die Stadt seit mehreren Jahren vorbereitet, „eine recht komplizierte Sache“, wie die Stadtplanerin zu bedenken gab. Viele Aspekte müssten berücksichtigt werden: klima- und umweltökologische, soziale und ökonomische, aber auch Siedlungsstrukturen, Verkehrsanbindung sowie Landwirtschaft und Forst. Angehalten sei man, die Innenentwicklung voranzutreiben und keine Flächen außerhalb aufzunehmen. Sie verwies auf zwei laufende Verfahren für Weiler: Unterm Bilsen III mit 5,5 Hektar und Hutwiese/Feuerwehr und Bezirksamt mit einem Hektar.

Im Gremium wurde hinterfragt, was den Ausschlag für das Weniger-geeignet gegeben hat. Manches erscheine nicht ganz schlüssig, wenn es etwa um die Anbindung ans Radwegenetz in Herdtlinsweiler gehe, schließlich handle es sich um eine kleine, wenig befahrene Straße.

Ortschaftsrat Christian Krieg erinnerte daran, dass man als Gremium ständig höre: „Warum gibt es keine Bauplätze, warum tut ihr nichts?“ Winfried Steimle meinte: „Nichts außer Bilsen III und Hutwiese, macht das Sinn?“ und Benedikt Feifel forderte: „Wir sollten gewisse Möglichkeiten haben, uns zu entwickeln.“ Einstimmig forderten die Ortschaftsratsmitglieder, die gelb hinterlegten Flächen weiterzuverfolgen.

Es folgte ein Sachstandsbericht zur Breitbandversorgung und Digitalisierung. Bislang war der Handyempfang in vielen Bereichen sehr schlecht. Nun konnte Christian Krieg verkünden, dass man einen „Riesenschritt“ weitergekommen sei, weil derzeit eine Funkübertragungsstelle hinter dem Sportplatz errichtet werde, 350 Meter entfernt von der Bebauung. Auch bei Glasfaserleitungen tue sich derzeit einiges, berichtete Krieg.

Als Gast begrüßte Ortsvorsteher Bernhard Feifel Forstrevierleiter Johannes Gugel, der die Forststrukturen des Ostalbkreises vorstellte und dabei besonders auf das waldreiche Weiler einging. Der Wald sei, „weil es bei uns keine Monokulturen mehr gibt“, relativ gut aufgestellt. Trotzdem mache der Klimawandel zu schaffen. „Vor allem die Buchen tun sich schwer mit den steigenden Temperaturen. Im Forst komme es nun darauf an, die Weichen richtig zu stellen.

Weiterer Gast war Sozialraumkoordinator Kevin Doez, der das Programm im Jugendraum vorstellte. Nach einem Corona-Einbruch sei man nun wieder bei 21 Kindern zwischen 6 und 15 Jahren, darunter viele Mädchen. Gerne werde gekocht, aber auch die Angebote zu Ostern, Weihnachten oder St. Martin seien beliebt. Birgit Markert

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