Liederkranz Weiler wird 125 Jahre alt

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Der Liederkranz Weiler wird in diesem Jahr 125 Jahre alt. Dies wollen die 25 Mitglieder mit dem Ensemble „Stimmkultur“ im Oktober mit einem „Musikalischen Abend“ im Stadtgarten feiern. Hier eine Szene aus „Diamantenfieber - Auf d
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Der bekannte Chor und das Ensemble „Stimmkultur“ planen zum Jubiläum des Vereins im Oktober ein Konzert mit Titeln aus Musicals im Stadtgarten. Der Vorverkauf beginnt Mitte Februar.

Schwäbisch Gmünd-Weiler

Der Liederkranz Weiler wird in diesem Jahr 125 Jahre alt. Und will diesen besonderen Geburtstag mit einer besonderen Veranstaltung feiern. Die sollte eigentlich schon Ende des Jahres sein. Doch Corona machte dem Liederkranz einen Strich durch die Rechnung. Machte! Denn die Sängerinnen und Sänger des traditionsreichen Vereins geben nicht auf. Und planen mit dem Ensemble „Stimmkultur“ am Montag, 3. Oktober, einen „Musikalischen Abend“ im Stadtgarten. Die Vorbereitungen dafür laufen. Wie Corona dies zulässt.

„Eigentlich wollten wir den musikalischen Abend schon im vergangenen Oktober präsentieren“, sagt Kathrin Bechstein, die die musikalische Leitung hat und Regie führt. Doch Corona durchkreuzte die Pläne. Ein neuer Termin war der Samstag, 26. März. Corona machte wieder einen Strich durch die Rechnung. Denn ein solcher Konzertabend braucht Vorbereitung. Und Proben. Deshalb haben der Liederkranz und „Stimmkultur“ nun den 3. Oktober ins Auge gefasst. Der erste Teil des Abends besteht aus Liedern bekannter Musicals. Im zweiten Teil präsentieren die Liederkranz- und Stimmkultur-Mitglieder einen Querschnitt aus dem Musical-Drama „Elisabeth“ von Michael Kunze und Sylvester Levay. Es erzählt die Geschichte der österreichischen Kaiserin Elisabeth aus der Sicht ihres Mörders.

Bechstein und Liederkranz-Pressereferentin Birgit Schabel hoffen, dass die 40 Mitglieder beider Chöre bald ohne Masken mit den Proben für diesen „Abend für die ganze Familie“ beginnen können. Geprobt haben sie schon mehrfach, wann immer es eben ging. Das Singen aber mit Maske, sagt Bechstein, sei schwierig und eine Herausforderung für die Sänger. Mit dem Vorverkauf wollen die beiden Chöre im Februar beginnen - über die Sängerinnen und Sänger und über den i-Punkt. Ganz ohne Eintritt geht's nicht, sagen sie, um mindestens die Unkosten zu decken. Den Eintrittspreis aber wollen sie bewusst niedrig halten, um der Pandemie wegen gerade jungen Menschen den Besuch zu ermöglichen und ihnen etwas zu bieten.

Blicken Bechstein und Schabel auf die Geschichte des Vereins, so sehen sie eine Entwicklung. Waren ursprünglich Klassik und Operetten im Programm des Liederkranzes tragend, so nimmt gewinnt nun das Musical, das klassische, an Gewicht. Des halb ist der „Musikalische Abend“ ein weiterer „neuer Schritt“. Schauen Schabel und Bechstein auf die vergangenen beiden Corona-Jahre, so sei das schon deprimierend gewesen, sagen sie. Und erläutern: planen, absagen, planen, absagen. Deshalb wollen sie nun zeigen, dass es weitergeht. Nachdem sie die beiden Jahre überstanden haben, mit Begegnungen online, per whatsapp, mit Treffen des Vorstands, mit einem Essen, einer Chorreise, „immer durch Gemeinsamkeit, die zusammenschweißt“.

Mit Gemeinsamkeit, die zusammenschweißt“

Kathrin Bechstein, Chorleiterin des Liederkranzes Weiler
  • Aus der Chronik des „Liederkranzes Weiler“
  • Der Liederkranz Weiler in den Bergen wurde im Jahr 1897 gegründet. Zunächst war er, so erzählt die Chronik auf der Website des Vereins, ein „stattlicher Männerchor“, der durch Tenöre beeindruckte und viele Preise erhielt. Glanzzeiten hatte der Chor in den 30er Jahren und, nach dem Krieg, in den 60er Jahren.
  • 1972, zum 75-jährigen Bestehen, entstand des erste gemischte Chor, nachdem der Männerchor immer kleiner geworden war.
  • Mit den Singspielen von Lisa Elser gewann der Liederkranz Bekanntheit über die Grenzen von Gmünd hinaus.
  • 1997 feierte der Verein sein 100-jähriges Bestehen, Richard Arnold war damals Vorsitzender. Ab 2002 leitete die Opernsängerin D'Ann Ricciolini den Chor. Zur ständig wachsenden Bekanntheit des Chores trugen zudem die Inszenierungen von Stephan Kirchenbauer bei.
  • Mit Kathrin Bechstein als neuer Chorleiterin wagte sich der Liederkranz im Jahr 2010 auf neue Wege. Stand bisher Opernliteratur auf dem Programm, wurden nun auch Titel aus Operetten und moderne Songs einstudiert.

Mit Gemeinsamkeit, die zusammenschweißt“

Kathrin Bechstein, Chorleiterin des Liederkranzes Weiler
  • Aus der Chronik des „Liederkranzes Weiler“
  • Der Liederkranz Weiler in den Bergen wurde im Jahr 1897 gegründet. Zunächst war er, so erzählt die Chronik auf der Website des Vereins, ein „stattlicher Männerchor“, der durch Tenöre beeindruckte und viele Preise erhielt. Glanzzeiten hatte der Chor in den 30er Jahren und, nach dem Krieg, in den 60er Jahren.
  • 1972, zum 75-jährigen Bestehen, entstand des erste gemischte Chor, nachdem der Männerchor immer kleiner geworden war.
  • Mit den Singspielen von Lisa Elser gewann der Liederkranz Bekanntheit über die Grenzen von Gmünd hinaus.
  • 1997 feierte der Verein sein 100-jähriges Bestehen, Richard Arnold war damals Vorsitzender. Ab 2002 leitete die Opernsängerin D'Ann Ricciolini den Chor. Zur ständig wachsenden Bekanntheit des Chores trugen zudem die Inszenierungen von Stephan Kirchenbauer bei.
  • Mit Kathrin Bechstein als neuer Chorleiterin wagte sich der Liederkranz im Jahr 2010 auf neue Wege. Stand bisher Opernliteratur auf dem Programm, wurden nun auch Titel aus Operetten und moderne Songs einstudiert.
Das Ensemble „Stimmkultur“ präsentiert im Oktober mit dem Liederkranz Weiler Titel aus verschiedenen Musicals.

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