Welle der Flüchtlinge flaut ab

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Bisher 538 Ankömmlinge aus dem Kriegsgebiet registriert. Zu 88 Prozent, Frauen, Kinder, Jugendliche.

Schwäbisch Gmünd. 538 Flüchtlinge aus der Ukraine sind bis Mittwochnachmittag in Gmünd registriert worden. Derzeit flacht die Kurve der täglichen Neuanmeldungen deutlich ab. Darüber informierte Erster Bürgermeister Christian Baron am Mittwoch die Mitglieder des Sozialausschusses. Die Stadtverwaltung bereite jedoch darauf vor, dass die Zahl der Neuankömmlinge auch wieder stark steigen könnte. Mit 538 habe Gmünd bisher mehr Flüchtlinge aufgenommen als die meisten Städte und Gemeinden im Land. Das liege wohl auch daran, dass die Flüchtlinge sich in Gmünd gut aufgenommen fühlten und dies weiter erzählten.

244 in der Innenstadt

Inzwischen hat die Stadtverwaltung auch viele statistische Daten über die Menschen, die vor dem Krieg nach Gmünd geflohen sind. 244 der registrierten Flüchtlinge sind derzeit in der Innenstadt untergebracht, 81 in Bettringen. Weitere verteilten sich auf die anderen Stadtteile. Die überwiegende Zahl der Flüchtlinge sei in der Altersklasse zwischen 17 und 65 Jahren, berichtete Baron. 9 Prozent der Kinder seien unter 6 Jahren, 28 Prozent zwischen 6 und 16 Jahren. 37 Prozent seien Studierende, 31 Prozent Berufstätige. Zu 88 Prozent seien die Flüchtlinge Frauen, Kinder und Jugendliche, das unterscheide sich deutlich von der Quote bei der Flüchtlingswelle 2015 und 2016. Für die Unterbringung dieser Menschen seien der Stadt 208 Wohnungen angeboten worden, 73 davon seien inzwischen vermittelt. Die Stadt selbst habe fünf Wohnungen für diesen Zweck angemietet. 125 Ukrainer stehen noch auf der städtischen Warteliste, sie seien derzeit zum Beispiel in Gästezimmern untergebracht. Viele der Geflüchteten seien auch privat untergekommen, da leiste zum Beispiel der Schönblick starke Vermittlungsarbeit.

Die Stadt informiert die Flüchtlinge in dieser Woche, welche Sportangebote es in Gmünd gibt. Das sei auch mit den Sportvereinen so abgesprochen. Über Arbeitsmöglichkeiten würden die Menschen in dieser Woche ebenfalls informiert.

Der Bürgermeister sagte zu, dass die Verwaltung mit den Stadtwerken darüber diskutieren werde, ob den Flüchtlingen freier Eintritt in die Gmünder Bäder gewährt werden kann. Diese Anregung hatte Grüne-Stadträtin Christa Kircher-Beißwenger eingebracht. Wolfgang Fischer

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