Weltgeschehen beim Sofa-Schwätzle am Marktplatz

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Das Sofa wird in den kommenden Wochen eine zentrale Rolle spielen. Ehrenamtliche Akteure sprechen mit Menschen aus Politik, Wirtschaft und Arbeitskreisen. Foto: kust
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Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswochen „Gmünd für morgen“.

Schwäbisch Gmünd. Das Sofa ist da, dazu viele Ideen rund ums Sofa, das in den kommenden Wochen zum Mittelpunkt für Gespräche rund ums Thema „Eine Welt“, Nachhaltigkeit und Energiewende  wird. Die Sofa-Schwätzle finden in einem bisherigen Leerstand im Gebäude Marktplatz 4 statt, der  sich nun „Impulslädle“ nennt und deshalb bis zum 12. Oktober nicht mehr Leerstand sein wird. Die Gesprächsreihe ist eingebettet in die Aktionswochen „Gmünd für Morgen“, in denen die Themen bei vielen weiteren Veranstaltungen beleuchtet werden, so Franka Zanek, Leiterin des Amts für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und Bürgerbeteiligung. „Ziel der Aktionen im Impulslädle ist es, aufzuzeigen wie lokal gehandelt werden kann, um in Schwäbisch Gmünd und in der Welt die nachhaltigen Entwicklungsziele umzusetzen“, sagt Inga Adam, stellvertretende Leiterin des Amts für nachhaltige Entwicklung. Hinter dem Projekt stehen engagierte Bürgerinnen und Bürger, vom Arbeitskreis „Eine Welt“ bis zum Arbeitskreis Asyl. Kuno Kallnbach, einer der Sprecher des AK „Eine Welt“, möchte durch die Aktion „mit den Gmündern ins Gespräch kommen und Ideen austauschen“. Wenn jeder einen kleinen Schritt gehe, könne man gemeinsam Großes bewirken. Robin Kucher, ebenfalls Sprecher des AK, möchte vor allem auch junge Menschen für die „Eine-Welt-Arbeit“ gewinnen. 

Eröffnet wird das „Impulslädle“ an diesem Freitag um 19.30 Uhr, dann erfahren Gäste mehr über das Programm der kommenden Wochen. Zwei Mal laden die Verantwortlichen auch zu Ausstellungen ein. Vom 17. bis 24. September geht es dabei um eine Initiative des Weltladens. „Nur etwas Kunststoff am Stift“. Es geht um die Sammlung von Stiften, deren Kunststoff recycelt werden kann.  „Menschenrechte und Seenotrettung“  heißt es vom 25. September bis 1. Oktober, eine Ausstellung des Arbeitskreises Asyl. 

Erster Gesprächspartner ist am Dienstag, 20. September, der frühere Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär Norbert Barthle. Dabei geht es ums Thema faire Lieferketten. „Wer sich Gedanken über faire Löhne im Globalen Süden macht, ist gleichzeitig auch für Fairness bei uns vor Ort sensibel“, sagt Inga Adam.

Am Mittwoch, 21. September wird sich Heubachs Bürgermeister Dr. Joy Alemazung mit Kuno Kallnbach auf dem Sofa unterhalten. Wie immer folgt auf ein Impulsreferat die Gesprächsrunde mit den Gästen. Und spätestens um 21 Uhr soll bei allen Veranstaltungen Schluss sein. Dr. Helmut Zehendner ist Vorstandsmitglied im AK Asyl und spricht am 25. September  über Menschenrechte, die Fluchtsituation weltweit und in Gmünd. Die Stadt habe eine lange Tradition in der Beherbergung von Flüchtlingen, sagt er. Hier sei auch der „Sichere Hafen“ umgesetzt, bei dem über das vorgegebene Kontingent hinaus Flüchtlinge aufgenommen werden. An weiteren Abenden geht es um das „Hoffnungshaus in Nepal“ mit Ellen Dietich, um „Solwodi“ (Marietta Hageney),  das Mehrweg-Pfandsystem für Essen (Thorben Bechtoldt), Seenotrettung und Sicherer Hafen (Rainer Focken Sonneck). Jürgen Stemke wird zweimal auftreten, mit den Themen Klimawandel und Verkehr. Außerdem geht es um Initiativen von Hans Schaile, der etwa in Namibia beim Bau von Gebäuden engagiert ist und um Mikrokredite (Nina Alff).

„Mit diesen Veranstaltungen kann der zentrale Leerstand optimal genutzt und den Bürgerinnen und Bürgern eine spontane Möglichkeit gegeben werden, innerhalb der eigenen Stadt aktiv zu werden“, sagt Christine Hüttmann, Projektleitung  und zuständig fürs Stadtteilmarketing Ost.  ⋌Kuno Staudenmaier

Infos zum Programm

 

Das komplette Programm „Gmünd für morgen“ gibt es auf der Seite der Stadt Schwäbisch Gmünd. Anmeldungen für die Veranstaltungen im Impulslädle sind nicht nötig. Platz ist dort für gut 30 Personen.

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