Wer wirft in Weiler Schilder weg?

+
Symbolbild: Umleitung.
  • schließen

Weilers Ortsvorsteher Bernhard Feifel kritisiert vielfachen Vandalismus gegen Verkehrszeichen.

Schwäbisch Gmünd-Weiler. Der Fahrweg durch Weiler in Richtung Lauterstein führt derzeit nicht zum Ziel, da die Landesstraße wegen großer Sanierungsarbeiten gesperrt ist. Um zu vermeiden, dass möglicherweise sogar große Lastwagen in dem engen Ort wenden müssen, wird mit Schildern schon vor Weiler auf diese „Sackgasse“ hingewiesen. Doch das scheint nicht jedem Verkehrsteilnehmer zu passen: Fast täglich werden Schilder, die auf die Situation hinweisen, von Unbekannten in die angrenzende Wiese geworfen, kritisiert Ortsvorsteher Bernhard Feifel. Sehr häufig treffe es zum Beispiel das Schild, das an der Abzweigung nach Bargau bewusst in der Fahrbahn stehe. Inzwischen wurde den Fahrern der Baufirma, die die Landesstraße saniert, ans Herz gelegt, beim Vorbeifahren darauf zu achten, ob die Hinweisschilder auf die Sperrung noch an ihren Plätzen stehen. Die Meinung des Ortsvorstehers dazu: „Das ist nicht mehr lustig“. Er hat diesen fortgesetzten Eingriff in die Straßenbeschilderung nun der Stadtverwaltung und dem Ordnungsamt gemeldet. Wie die Verwaltung darauf reagiert, dazu war am Donnerstag keine Auskunft zu bekommen.

Ortsschild herausgerissen

Hinzu kommt, dass nun auch noch das Ortsschild aus Richtung Bettringen „herausgerissen“ wurde, wie der Ortsvorsteher berichtet. Ein Ersatz sei im Lauf des Donnerstags bereits aufgestellt worden. Auch diese Tat sieht Feifel als einen durchaus ernsten Eingriff in die Straßenverkehrsordnung. Ohne das Ortsschild würde nämlich die 70 km/h-Regelung, die vor dem Ortsanfang gilt, bis weit in den Ort hineinreichen, bis zum ersten 30-Schild. Ein solches Ortsschild signalisiert nämlich nicht einfach den Beginn einer Stadt oder Gemeinde, sondern gleichzeitig den Beginn der innerörtlichen Verkehrsregeln. Und die lassen höchstens 50 Stundenkilometer zu - es sei denn, ein weiteres Begrenzungsschild regelt eine neue Höchstgeschwindigkeit. Was derzeit mit Verkehrsschildern in Weiler passiert, geht für Bernhard Feifel weit über Streiche hinaus. Er erinnert sich noch mit Freuden an den echten Maischerz, als jemand das Weiler-Ortsschild abschraubte und gegen das Bettringer Schild austauschte. Was sich da jetzt abspiele, sei aber nicht mehr hinnehmbar, meint der Ortsvorsteher.

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Kommentare