Wetzgau soll seinen dörflichen Charakter behalten

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Die Streuobstwiesen sollen in Wetzgau erhalten bleiben.
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Wie soll sich „Wetzgau-Mitte“ verändern? Zwei Bauanfragen sorgen für Unmut im Gremium.

Gmünd-Rehnenhof-Wetzgau. Seit zwei Jahren beschäftigt sich der Ortschaftsrat Rehnenhof-Wetzgau mit dem städtebaulichen Rahmenplan „Wetzgau-Mitte“, erklärte Ortsvorsteher Johannes Weiß am Freitag in der Sitzung des Ortschaftsrates. Ideen und Anregungen seien zusammengetragen worden. Bei einer Bürgerversammlung wurden die Meinungen der Bürger abgefragt, fasste der Leiter des Amts für Stadtentwicklung, Gerhard Hackner, zusammen. Der Ortschaftsrat habe den Wunsch geäußert, den historischen und gewachsenen Ortskern weiterzuentwickeln, um die „Perle in Wetzgau“ zu einem „vitalen, lebenswerten und charakterstarken Ortskern“ zu entwickeln. Architekt Ralf Duffner vom Planungsbüro Zoll führte die Bestandsanalyse durch. Über Gebäude, die erhaltens- oder schützenswert sind und den Dorfcharakter ausmachen, wurde bereits mit den Eigentümern gesprochen.

Streuobstwiesen erhalten

„Wetzgau soll dörflich bleiben“, stellte der Planer fest. Eine Modernisierung einiger Gebäude sowie einige Neubauten wären wünschenswert. Die Streuobstwiesen sollen erhalten bleiben, der Straßenraum neu gestaltet werden. Ein Schwerpunkt werde auf die Sichtachsen zur Colomankirche und den Landschaftsraum gelegt. Man wolle den „dörflichen Charakter des Dorfursprungs bewahren“ und unschöne Investorenbauten vermeiden, sagte Weiß. Ein Bürger brachte als mahnendes Beispiel einen „unschönen Bau“ in der Waldauerstraße an. Hackner erläuterte, man wolle für die Wetzgauer Mitte nur „umgebungsangepasste“ Gebäude zulassen. Am Dorfgemeinschaftshaus konnte Richtfest gefeiert werden. Von der Vielzahl an freiwilligen Helfern zeigte sich der Ortsvorsteher begeistert. Um die Hilfsangebote der Helfer besser kanalisieren zu können, wird am kommenden Freitag ein Helfertreffen stattfinden. Zwei Bauanfragen in der Franz-Konrad-Straße sorgten für Gesprächsbedarf. Eine Anfrage betrifft acht Reihen- und vier Doppelhäuser. Ein weiterer Bauherr möchte ein Mehrfamilienhaus mit elf Wohneinheiten errichten. Mehrfach kam aus dem Gremium die Befürchtung über die zu erwartende Verkehrsmehrbelastung sowie die bereits bestehende Parkplatznot in der Straße. Hackner verwies darauf, dass es sich um „größere Projekte“ handle, die geprüft werden. Die Anlieger hätten die Möglichkeit, ihre Bedenken zu äußern. Zudem verwies der Ortsvorsteher darauf, dass es dem Ortschaftsrat nicht genehmigt sei, sich in „Einzelplanungen“ einzumischen. In zwei Bauabschnitten soll die B 298 von der Abzweigung zur Gmünder Straße über Mutlangen bis Gschwend saniert werden. Der erste Bauabschnitt soll in der zweiten Septemberhälfte von der Abzweigung Gmünder Straße bis zur Abzweigung Richtung Lindach erfolgen und bringt eine dreiwöchige Vollsperrung der Mutlanger Straße mit sich.

Für Rehnenhof-Wetzgau bedeutet dies, dass eine Umleitung über das Tabula, die Franz-Konrad-Straße und die Willy-Schenk-Straße erfolgen wird. Die Parkscheinautomaten am Himmelsgarten sind funktionsfähig, sollen aber erst ab dem 8. August, nach dem Feuerwehrjubiläum, in Betrieb genommen werden. ⋌Andrea Rohrbach

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